Schnupfen Verstopfte Nase, beim Baby: Anwendungen

Muttermilch gegen verstopfte Nase (Baby)

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Nach der Geburt erhalten Babys wichtige Antikörper (Immunglobuline der Klasse A [IgA]) über die Muttermilch, die ihrem noch unreifen Immunsystem in den ersten Monaten einen gewissen Immunschutz bieten. Bei einem Schnupfen des Säuglings kann Muttermilch durch Trinken oder auch durch Auftragen auf die Schleimhäute helfen, die Schnupfenerreger zu eliminieren und die Erkrankung zu besiegen. Nachfolgend werden Wirkungsweise, Anwendung und Risiken beschrieben.

Wirkungsweise

Um über eine funktionierende Immunabwehr zu verfügen, muss das Immunsystem in Kontakt mit der Umwelt kommen und durch Aufnahme von verschiedenen Eiweißen (Antigenen) erst lernen, welche Stoffe für den Körper unbedenklich und welche wiederum schädlich sind. Da ein Neugeborenes noch nicht über ein reifes Immunsystem verfügt, sind in der Muttermilch Antikörper der Mutter enthalten, die dem Säugling für einige Monate eine sogenannte Leih-Immunität („Nestschutz“) verleihen können.[1]

Dosierung & Anwendung

Muttermilch kann auch im Rahmen eines kindlichen Infekts, beispielsweise bei einer verstopften Nase, von Nutzen sein. Die mütterlichen Abwehrkräfte können dabei durch Trinken der Milch übertragen werden. Auch direktes Auftragen der Muttermilch auf die Nasenschleimhaut des Säuglings kann hilfreich sein, da die enthaltenen Antikörper Schnupfenerreger direkt eliminieren können. Mehrmals täglich können dabei einige Tropfen Muttermilch auf die Nasenschleimhäute des Kindes aufgetragen werden.

Zu beachten

Das Immunsystem eines Säuglings ist in den ersten Monaten noch unreif; ein Immunschutz kann durch regelmäßige Gabe von Muttermilch erreicht werden. Vollstillen über 4–6 Monate wird empfohlen.[2]

Bei schweren Erkrankungszeichen wie hohem Fieber, Trinkunlust oder Lethargie reicht die Gabe von Muttermilch meist nicht aus. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen