Schnupfen Verstopfte Nase: Anwendungen

Salzwasser gegen verstopfte Nase

© PantherMedia / Jiri Hera

Ein häufiges Symptom einer Erkältung ist Schnupfen.[1] Entzündlich geschwollene Nasenschleimhäute, die viel Sekret produzieren, verstopfen die Nase und behindern so die Atmung.[2] Viele verspüren eine Linderung dieser Beschwerden durch das Inhalieren von Dampf einer Salzwasserlösung. Manche spülen auch die Nase mit Salzwasser. Im Folgenden wird die Wirkung dieser Hausmittel erläutert und dargestellt, wie die angewendet werden können. Außerdem wird erklärt, worauf zu achten ist.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Bei einem akuten Schnupfen neigen die Nasenschleimhäute zum Austrocknen. Die Inhalation von Salzwasser-Dampf befeuchtet die Schleimhäute und erweitert die Blutgefäße durch die Wärme. Auf diese Weise kann Sekret besser abfließen, was die Beschwerden rascher bessert.[3] Dem heißen Wasser könne außerdem beispielsweise Kamillenblüten zugesetzt werden. Die Blüten enthalten ätherische Öle, insbesondere Bisabolol und Flavinoide, denen eine entzündungshemmende (antiinflammatorische) und heilungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.[4] Wer unter einer verstopften Nase mit zähem Schleim leidet, kann auch mit einer salzwasserhaltigen Nasenspülung Erreger und Schleim aus der Nase spülen und sich so Linderung verschaffen. Profitieren kann auf diese Weise auch, wer unter trockenen Schleimhäuten, z.B. im Rahmen einer Erkältung, leidet.[5] In diesem Fall kann auch ein kochsalzhaltiges Nasenspray oder Nasentropfen verwendet werden.[6] Geeignete Kochsalzlösung sind isoton, d.h., ihre Eigenschaften hinsichtlich der Druckverhältnisse sind denen des körpereigenen Blutplasmas vergleichbar.[7]

Empfehlungen zur Anwendung & Dosierung

Die verwendete Salzwasserlösung sollte 0,9% Kochsalz (Natriumchlorid) enthalten. Dies lässt sich z.B. aus 0,9 Gramm Kochsalz in 100 Milliliter Wasser selbst zubereiten.[8] Wer Kamillenblüten zusetzten möchte, braucht nicht unbedingt eine bestimmte Menge verwenden. Ungefähr eine Handvoll kann als Richtwert dienen.[9] Für die Spülung der Nase mit Kochsalzlösung gibt es spezielle Nasenduschen, die nach persönlicher Vorliebe gewählt werden können.[10]

Zu beachten

Bei der Inhalation mit heißem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass das Gefäß stabil steht, damit es nicht umkippt und es zu Verbrühungen kommen kann. Vor allem bei Kindern ist Vorsicht geboten. Verwendet man ätherische Öle, wie z.B. aus Kamille, können empfindliche Menschen mit einer Reizung z.B. der Augen reagieren.[11] Stark angeschwollene Nasenschleimhäute können bei der Nasendusche ein Abfließen des Wassers behindern. In diesem Fall ist die Nasendusche nicht unbedingt sinnvoll oder sollte erst nach Anwendung z.B. abschwellender Nasentropfen (apothekenpflichtig) benutzt werden.[12] Ausschlaggebend sollte stets sein, ob subjektiv eine Besserung der Beschwerden eintritt. Eine wissenschaftlich messbare Verkürzung der Krankheitsdauer ließ sich bei Anwendung salzhaltiger Lösungen in der Nase bislang nicht nachweisen.[13]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen