Erkältung In der Schwangerschaft: Homöopathie

Globuli gegen Erkältung (Schwangerschaft)

© PantherMedia / Iakov Filimonov

Gerade bei Erkältungskrankheiten wird auf die Wirkung von Belladonna, Phosphorus und Pulsatilla vertraut. Globuli, die Extrakte der rotbeerigen Zaunrübe, gelben Phosphors oder der Wiesenküchenschelle enthalten.[2] In der Schwangerschaft, bei der eine Behandlung einer Erkältung mit starken Medikamenten oftmals nicht wünschenswert ist, werden Globuli häufig eingesetzt, um eine Symptomlinderung zu erreichen. Dennoch gibt es bis heute Streitigkeiten zwischen Homöopathen und Schulmedizinern, welche die Wirksamkeit homöopathischer Mittel infrage stellen. Gerade die kleinen Zuckerkügelchen Globuli werden vielfach für die homöopathische Behandlung verschiedener Symptomatiken angewendet. Welche Globuli bei welcher Art von Erkältungssymptomen gut in der Schwangerschaft eingesetzt werden können, zeigt der folgende Text.

Empfohlene Globuli bei Erkältung (Schwangerschaft)

Insbesondere in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der Frau anfällig für Erkältungskrankheiten. Vorallem in der nasskalten Jahreszeit bzw. während einer Grippewelle ist das Risiko groß angesteckt zu werden. Viele Ärzte und Homöopathen raten in der Schwangerschaft zu der Einnahme von homöopathischen Mitteln, da Arzneimittel gegebenenfalls nicht ausreichend bei schwangeren Frauen getestet sind oder die Einnahme bestimmter Wirkstoffe in der Schwangerschaft schlichtweg schädlich ist.Welche Globuli bei welchen Erkältungssymptomen lindernd wirken, soll im Folgenden verdeutlicht werden.[3][4]

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Bei einem beginnenden Infekt mit glasigen Augen und Hitzewallungen

Dieses Mittel bewährt sich bei ersten Anzeichen von Unwohlsein und Erkältungsymptomen.

Empfohlene(s) Mittel:

Aconitum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Tritt keine Besserung der erstmaligen Erkältungssymptome ein, kann eine weitere Behandlung mit Belladonna erfolgen

Empfohlene(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Dieses Mittel ist oft ein Folgemittel von Aconitum.

Die Erkältungssymptome beginnen sich stäker auszuprägen, Ohrenschmerzen können sich entwickeln

Empfohlene(s) Mittel:

Ferrum phosphoricum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Bei schlechtem Allgemeinzustand und Fieber ab 39° sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Anhaltend trockener, kitzelnder Husten mit wenig Schleim

Empfohlene(s) Mittel:

Hyoscyamus

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Bellender Husten mit Schleimauswurf

Empfohlene(s) Mittel:

Sticta

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Verstopfte Nase und Mundtrockenheit

Empfohlene(s) Mittel:

Luffa

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Sollten die Globuli keine Abhilfe verschaffen, kann eine Linderung auch mit der Verwendung von Meerwasser-Salzsprays geschaffen werden.

Migräneschmerzen mit Sehstörungen und Augenflimmern

Empfohlene(s) Mittel:

Iris versicolor

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Wichtig zu beachten ist, dass die Behandlung von schwerwiegenden Krankheitsverläufen mit Globuli und homöopathischen Mitteln oder Hausmitteln nicht mehr ausreichend ist. Bei einer (zusätzlich) bakteriellen Infektion kann eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich werden.[5]
In solchen Fällen sind Hausmittel und homöopathische Mittel nicht mehr empfehlenswert oder sollten nur noch begleitend eingesetzt werden. Unbedingt sollte ein Arzt mit dem Zusatz „Homöopathie“ konsultiert werden, der auch eine Diagnose stellen und im Notfall eine entsprechende (medikamentöse) Behandlung verordnen kann.

Gerade in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der Frau leichter angreifbar für Bakterien und Viren, weshalb zusätzlich darauf geachtet werden sollte, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, wie eine ausreichende Handhygiene oder das Meiden von U-Bahn und Zügen in Erkältungsperioden, um eine Ansteckung zu umgehen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung