Grippe: Rezepte

Hühnersuppe gegen Grippe

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Bei einer echten Grippe (Influenza, Virusgrippe) treten Symptome wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Schüttelfrost, Fieber (Pyrexie) und Gelenkschmerzen auf. Eine Grippe geht mit wesentlich stärkeren Beschwerden einher als eine Erkältung. Schon seit vielen Jahren gilt Hühnersuppe als bewährtes Hausmittel gegen Grippe.[1]

Warum und wie Hühnersuppe gegen Erkältung wirken soll, was die Mechanismen hinter dieser Wirkung sind und was bei der Anwendung beachtet werden muss, soll im Folgenden geklärt werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Die Wirkung der Suppe lässt sich auf mehrere Mechanismen zurückführen. US-Forscher der medizinischen Universität von Nebraska fanden heraus, dass die Inhaltsstoffe einer frisch gekochten Hühnersuppe bewegungshemmend auf neutrophile Granulozyten wirken. Diese weißen Blutzellen sind bei einer Grippe zuständig für das entzündliche Anschwellen der Schleimhäute: Dringen bei einem grippalen Infekt Viren in die Schleimhäute der Atemwege ein, bekommen die neutrophilen Granulozyten ein Signal und bewegen sich zum Ort des Geschehens. Am Infektionsherd kommt es so zu einer großen Ansammlung von weißen Blutzellen, die die Schleimhäute anschwellen lassen. Es resultieren Schnupfen und Husten. Werden die Granulozyten nun aber durch den Einfluss der Suppe in ihrem Bewegungsausmaß eingeschränkt, fallen die Grippesymptome schwächer aus.

Hühnersuppe ist zudem ein Lieferant von Zink, Vitaminen, Eisen und nicht zuletzt von Flüssigkeit. Diese Stoffe mobilisieren die körpereigene Abwehr und kräftigen ein geschwächtes Abwehrsystem. Des Weiteren befeuchtet der heiße Dampf der frisch gekochten Suppe die Schleimhäute und sorgt so dafür, dass zähes Sekret mobilisiert und besser abgehustet werden kann.[2]

Anwendung und Dosierung

Generell kann von einer Hühnersuppe so viel gegessen werden, wie es als wohltuend empfunden wird. Oft ist bei einer Grippe der Appetit stark eingeschränkt und Betroffene müssen sich selbst ermahnen, ausreichend zu essen.

Für die Hühnersuppe werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Zwiebel, 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ingwerknolle
  • 250 g Möhren
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Tüte Safran
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Chili Flocken
  • Pfeffer, Salz

Das Huhn wird in einem ersten Schritt gesäubert und mit 1 Liter kaltem Salzwasser aufgesetzt. Die halbierte ungeschälte Zwiebel, die in Scheiben geschnittene, ungeschälte Ingwerknolle, eine große Möhre sowie die Lorbeerblätter werden dazugeben und zusammen mit dem Huhn für 1,5-2 h garen gelassen. Im Anschluss wird das Huhn herausgenommen, die Brühe abgesiebt und die Ingwerscheiben über der Brühe ausgedrückt. Das Fleisch wird vom Knochen gelöst und mit dem restlichen Gemüse und der Brühe sowie 1 Liter Wasser für 20 Minuten köcheln gelassen. Dann muss die Suppe nur noch abgeschmeckt werden.

Erwachsene sollten eine Hühnersuppe möglichst heiß zu sich nehmen. Bei Kindern sollte die Suppe vor dem Verzehr ein wenig abgekühlt werden.

Zu beachten

Bei einer Grippe sollte grundsätzlich auf schweres und fettreiches Essen verzichtet werden. Zur Verdauung solcher Nahrung muss der Körper viel Kraft aufwenden. Diese geht dem Immunsystem und damit der Bekämpfung der Grippeviren verloren.

Bei der Zubereitung der Suppe sollte darauf geachtet werden, dass alle Zutaten möglichst frisch sind. Zudem muss bedacht werden, dass grundsätzlich auch Allergien gegen Inhaltsstoffe einer Hühnersuppe bestehen können. Sind diese im Vorfeld bekannt, sollten die betreffenden Stoffe bei der Zubereitung natürlich weggelassen werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe