Grippe In der Schwangerschaft: Risiken

Grippeimpfung vor der Schwangerschaft

© PantherMedia / Monika Schüll

Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, welche durch Viren ausgelöst wird. Sie ist zwar i.d.R. nicht gefährlich, kann aber dennoch mit ausgeprägten Symptomen einhergehen. Eine Grippeschutzimpfung wird insbesondere für Personen der Risikogruppen empfohlen, dazu gehören laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) auch Schwangere.

Was die Grippe bei einer schwangeren Frau bedeutet was im Körper passiert und wann eine Impfung nötig wird, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Insbesondere bei Personen der folgenden Risikogruppen kann es bei der Grippe zu komplikationsreichen Verläufen kommen:

  • Kinder
  • Ältere Menschen
  • Menschen mit Vorerkrankungen
  • Schwangere

Bei Impfungen muss dabei zwischen Lebend- und Totimpfstoffen unterschieden werden. Von Lebendimpfstoffen (z.B.: Röteln, Masern-Mumps) wird während der Schwangerschaft grundsätzlich abgeraten, diese Impfungen sollten vor einer eventuellen Schwangerschaft erfolgen. Grund dafür sind mögliche Komplikationen bei der Entwicklung des Kindes. Totimpfstoffe wie zum Beispiel gegen Influenzaviren können jedoch während einer Schwangerschaft angewandt werden. Die Influenzaimpfung wird sogar für alle Schwangeren, nicht nur für solche mit vorbestehenden Risikofaktoren vom RKI empfohlen.[1] Grund für diese Empfehlung ist die Möglichkeit von schweren Verläufen einer Grippe, die auf die physiologischen und immunologischen Veränderungen während einer Schwangerschaft zurückgeführt werden.[2][3][5]

Biologischer Zusammenhang

In der Regel sind Grippeviren für das ungeborene Kind während einer Schwangerschaft ungefährlich. Das Kind ist in der Fruchtblase und durch das mütterliche Immunsystem gut vor den meisten Krankheitserregern geschützt. Eventuell kann der durch die Grippe ein starker Husten hervorgerufen werden, der frühzeitige Wehen auslösen kann.

Tipps

In Deutschland erfolgt die Grippeimpfung mit einem Totimpfstoff und kann daher zu jedem Stadium der Schwangerschaft erfolgen. Empfohlen wird die Impfung im zweiten Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon). Schwangere mit Risikofaktoren (Herz-Kreislauf-, chronische Erkrankungen, Diabetes mellitus, etc.) sollten sich bereits im ersten Trimeonon impfen lassen.[4] Durch die Impfung sind nicht mehr Nebenwirkungen zu erwarten wie sie bei nicht Schwangeren Personen auftreten. Zu den üblichen Symptomen zählen, Unwohlsein, Abgeschlagenheit und Müdigkeit, die jedoch nach kurzer Zeit wieder verschwinden.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe