Grippe Influenza B: Wiki

Influenza B Inkubationszeit

© PantherMedia / Ocskay Bence Mor

Die Influenza ist eine Viruserkrankung, die ein häufiger Auslöser von Atemwegserkrankungen ist. Die Grippewellen treten hierzulande jährlich in den Wintermonaten auf, in tropischen Ländern hingegen das ganze Jahr über. [1] Der Virus-Typ B ist seltener, nimmt im Vergleich zur Influenza A einen leichteren Verlauf und führt meist bei Kindern und Jugendlichen zu Infektionen.

Nachfolgend wird darüber informiert, welche Vorgänge während der Inkubationszeit bei einer Infektion mit der Influenza B ablaufen und wie viel Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit vergeht.

Fakten zum Thema

Die Influenza-Viren gehören der Familie der Orthomyxoviridae an. Ihnen werden die 3 Virus-Typen Influenza A, Influenza B und Influenza C zugeordnet. Die umhüllten Viren enthalten segmentierte RNA Einzelstränge von negativer Polarität. [2]

Die Influenza B ist im Gegensatz zum Typ A nur für den Menschen relevant.

Die Inkubationszeit beträgt im Durchschnitt 1-3 Tage [3] und wird als die Dauer bezeichnet, die vom Zeitpunkt der Infektion mit dem Virus bis zu dem Ausbruch der Krankheit vergeht.

Biologische Hintergründe

Die Influenza ist hoch virulent (sehr krankmachend). Bereits eine geringe Dosis der Krankheitserreger kann eine Infektion einleiten. [4]

Die Viren gelangen auf die Schleimhaut (Mucosa) des Atmungstraktes (Apparatus respiratorius) über Mund und Nase, wo sie Epithelzellen (Zellen des Deckgewebes) infizieren. [5]

Während der Inkubationszeit, das heißt während der ersten 24-72 Stunden, werden von dem Infizierten noch keine Anzeichen für die Erkrankung wahrgenommen. Innerhalb dieser Zeit laufen die ersten Vermehrungszyklen (Replikationszyklen) der Viren ab.

Zentrale Rolle im Genom der Influenza-Viren spielen die Glykoproteine (Eiweiße mit Zuckergruppen) Hämagglutinin und Neuraminidase. Hämagglutinin dient dem Anheften der Viren an Rezeptoren der Wirtszellen, Neuraminidase spielt eine entscheidende Rolle bei der Freisetzung neuer Viren.

Hämagglutinin bindet an spezifische Rezeptoren der Epithelzellen und bewirkt so die Aufnahme des Virus in die Wirtszelle über Endocytose (Einstülpungsvorgang der Zellmembran, bei der ein Teil des Außenmediums in das Zellinnere aufgenommen wird). Hämagglutinin bewirkt weiterhin eine Verschmelzung der Virushülle mit der Zellmembran und das Viruscapsid (Virus-RNA mit Eiweißschutzhülle) wird in die Wirtszelle freigegeben (Uncoating). Dieser Vorgang ist bereits 30 Minuten nach dem Anbinden an die Zelle abgeschlossen. Im weiteren Prozess werden das virale Genom im Zellkern der Wirtszelle kopiert (repliziert) und neue Viruspartikel im Cytosol(flüssige Matrix der ausfüllenden Grundstruktur der Zelle) fertiggestellt. Diese gelangen wieder zur Zellmembran, welche die Viruspartikel umschließt und aus der Zelle transportiert (Exocytose). Die neu entstandenen Viren werden durch die Neuraminidase von den Zellen abgetrennt und können nun weitere Zellen infizieren. [6] Dieser Vorgang ist nach 6 Stunden abgeschlossen. [7]

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit ist im Wesentlichen von 2 Punkten abhängig:

  • Dosis der Viruspartikel: Je nach Menge der Viruspartikel kann die genannte Inkubationszeit variieren. Eine sehr hohe Dosis kann somit die Inkubationszeit verkürzen.
  • Verfassung des Infizierten: Der Gesundheitszustand des Betroffenen kann Einfluss auf die Inkubationszeit haben. Bei einem sehr effizienten Immunsystem mit entsprechenden Antikörpern kann der Ausbruch der Krankheit in dieser Zeit sogar noch abgewendet werden. In diesem Fall ist es möglich, dass die Infektion mit dem Virus gar nicht registriert wird.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe