Grippe Schweinegrippe (H1N1): Wiki

Schweinegrippe (H1N1) Inkubationszeit

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Die Schweinegrippe (H1N1) ist eine besondere Form der echten Grippe (Influenza, Virusgrippe) und wurde erstmals 2009 nachgewiesen. Der Erreger ist der Influenzavirus vom Typ A/H1N1, der bis dahin unbekannt war. Die Symptome sind mit denen der klassischen Grippe relativ gut vergleichbar. Dazu zählen:[1]

  • starkes Fieber (Pyrexie)
  • trockener Reizhusten (Tussis)
  • Glieder- und Kopfschmerzen (Extremitätenschmerz und Cephalgie)

Wie das H1N1-Virus übertragen werden kann, wie lange die Inkubationszeit ist und was es im Allgemeinen noch zu beachten gibt, soll im Folgenden näher betrachtet werden.

Übertragbarkeit und Inkubationszeit

Prinzipiell wird die Schweinegrippe direkt vom Schwein zum Menschen oder aber von Mensch zu Mensch weitergegeben. Die Übertragung der Schweinegrippe kann, ähnlich wie bei der Grippe, über drei Wege erfolgen, nämlich durch die Tröpfcheninfektion, die Kontaktinfektion und die Schmierinfektion. Die erstgenannte erfolgt durch fünf Mikrometer große Tröpfchen, die mittels Husten oder Niesen geringe Distanzen überwinden und so andere Menschen infizieren können. Ihre sehr geringe Größe führt dazu, dass die Partikel längere Zeit in der Luft schweben können. Der zweite Infektionsweg ist der direkte Kontakt (z.B.: Händeschütteln).[2] Bei der Schmierinfektion werden die Krankheitserreger über die Berührung eines Objektes übertragen.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Ausbrechen der ersten Symptome, beträgt in der Regel 1-2 Tage. Die „normale“ Grippe hat dagegen eine längere Inkubationszeit von etwa 2-5 Tagen. Die Ansteckungsfähigkeit des H1N1-Virus umfasst in der Regel 4-5 Tage ab dem Auftreten der ersten Anzeichen.[3]

Zu beachten

Um einer Schweinegrippe vorzubeugen, reicht in der Regel das Befolgen einfacher Hygieneregeln: So sollten die Hände regelmäßig gewaschen werden und der direkte Handkontakt mit Schweinegrippepatienten vermieden werden. Ist es bereits zum direkten Kontakt gekommen, dürfen Augen, Nase oder Mund nicht berührt werden. Auch große Menschenansammlungen sollten besser vermieden werden. Als direkten Schutz kann sich die Impfung gegen die Schweinegrippe eignen. Hierzu reicht in der Regel die übliche Grippeschutzimpfung aus, da diese Inhaltsstoffe zur Bekämpfung des H1N1-Virus enthält. Um Menschen aus dem eigenen Umfeld nicht zu infizieren, sollte nach der Erkrankung die Quarantäne für weitere sieben Tage aufrechterhalten werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe