Halsschmerzen: Therapie & OP

Halsschmerzen – Wann zum Arzt?

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Bei einem Kratzen im Hals oder starken Schmerzen stellt sich für den Betroffenen die Frage, wann zum Arzt gegangen werden muss. Halsweh klingt i.d.R. nach 7 Tagen ab, sollten die Schmerzen jedoch länger anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam. Zudem sollte ein Arzt bei starke Schluckbeschwerden (Dysphagie), Atembeschwerden (Dyspnoe), geschwollene Lymphknoten oder einseitige Halsschmerzen zu Rat gezogen werden. Plötzlich auftretendes Fieber (Pyrexie), eine Himbeerzunge oder starke Heiserkeit (Dysphonie) sind weitere Gründe für eine Kontrolle. [1]

Wieso es zu Halsschmerzen und anderen Symptomen kommt und wann genau dann ein Arzt aufgesucht werden sollte, wird im Folgenden erörtert.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Begleitsymptom bei verschieden Erkrankungen. Die Beschwerden äußern sich durch eine Rötung und Schwellung im Rachenbereich, die oft mit Dysphagie, Dysphonie und Schmerzen beim Sprechen einhergeht. Sie werden in den meisten Fällen durch eine Infektionskrankheit ausgelöst (Viren, Bakterien) können aber auch durch eine Reizung der Atemwege (Chemikalien, Rauch, trockene Luft) entstehen. Da die Halsschmerzen im Normalfall mit dem Abklingen der Erkrankung aufhören, halten sie meist 7 Tage an. Dauern sie jedoch länger oder treten zusätzlich andere Symptome auf sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere Beschwerden werden durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Schluckbeschwerden werden durch die Entzündung im Rachenraum ausgelöst, die auch der Grund für die Halsschmerzen ist. Dyspnoe können durch die zusätzliche Anschwellung des entzündeten Gewebes entstehen und können mitunter bei plötzlicher Atemnot gefährlich werden. Dysphonie hat den Hintergrund, dass sich die Stimmbänder durch eine auftretende Entzündung der Stimmlippen oder bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) nicht mehr frei bewegen können und dadurch die Sprache beeinträchtigt wird. [2][3]

Treten nur einseitige Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auf, steckt dahinter wahrscheinlich ein Abszess, der durch eine nicht komplett ausgeheilte Mandelentzündung hervorgeht. Geschwollene Lymphknoten und länger anhaltendes oder plötzlich auftretendes Pyrexie sind eine Immunreaktion auf eine Infektion durch Viren oder Bakterien. [4]

Beim Auftreten der Symptome sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da einige von ihnen auf eine schwerwiegendere Erkrankung deuten.

Biologischer Zusammenhang

Der Körper reagiert auf eine Infektion mit der Ausschüttung von Botenstoffen(Interleukin und Prostaglandin), die eine Entzündung im betroffen Gewebe hervorrufen. Schmerzen werden durch die lokalen Botenstoffe bzw. Entzündungsmediatoren hervorgerufen. Im Fall vom Halsschmerzen tritt diese Reaktion im Rachenbereich und in den Atemwegen ein.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen