Halsschmerzen Chronisch: Krankheitstypen

Ständig Halsschmerzen und Schnupfen

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Ständige Halsschmerzen und Schnupfen (Rhinitis) können eine Vielzahl an Gründen haben. So kann es sein, dass eine akute Entzündung chronisch wird. Aber auch Allergien, irritative Noxen (bspw. Rauch), hormonelle Veränderungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln können zu ständigen Halsschmerzen und Schnupfen führen.

Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten dieser Symptome erläutert, der dahinterstehende biologische Zusammenhang erklärt und auf mögliche Risiken hingewiesen werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen und Schnupfen können auf eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) hinweisen. Von einer chronischen Sinusitis wird gesprochen, wenn die Symptome länger als 2-3 Wochen andauern.[1][2]

Auch ein chronischer Schnupfen (chronische Rhinitis) ist möglich. Oft liegen den Symptomen exogene, dass heißt körperfremde Ursachen zu Grunde. Dazu gehören irritative Noxen wie Rauch, Hitze und Kälte und hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise bei einer Schwangerschaft auftreten. Weitere Ursache können Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Insbesondere ACE-Hemmer (Antihypertensivum) können schnupfenähnliche Symptome hervorrufen.[3]

Biologischer Zusammenhang

Heilt eine akute Nasennebenhöhlenentzündung nicht aus, besteht die Gefahr der Chronifizierung. Begünstigend wirken ein geschwächtes Immunsystem und aggressive Krankheitserreger. Anatomische Besonderheiten, die eine ausreichende Belüftung der Nebenhöhlen behindern, können ebenfalls eine Ursache sein. Dazu gehören eine verbogene Nasenscheidewand oder große Nasenmuscheln. Durch die verengten Eingänge der Nasennebenhöhlen kann der Schleim (Mucus) nicht mehr abfließen und bereits ein kleiner Infekt reicht aus, um die Erkrankung neu zu entfachen.[4]

Mangelnder Schleimtransport ist auch einer der Grund für eine chronische Rhinitis. Besonders Raucher leiden unter den Krankheitssymptomen. Der eingeatmete Rauch verklebt die Flimmerhärchen (feine Zellfortsätze) in den Atemwegen. Durch den mangelhaften Schleimtransport können sich Keime schnell vermehren und eine Ausheilung des Schnupfens ist langwierig.[5]

Hormonell bedingter Schnupfen tritt insbesondere bei Schwangeren auf. Der sogenannte Schwangerschaftsschnupfen tritt aufgrund des veränderten Östrogenspiegels auf. Dadurch schwellen die Nasenschleimhäute an und sorgen damit für eine verstopfte Nase. Die Symptome verbessern sich mit der Geburt und verschwinden schließlich ganz.[6]

Medikamentennebenwirkungen treten insbesondere bei ACE-Hemmern auf. Etwa bei 5-20% der Konsumenten kommt es zu entsprechenden Symptomen. Der genaue Mechanismus ist noch nicht abschließend geklärt, allerdings kommt es auch hier zu einem Anschwellen der Schleimhäute, was zu Schmerzen undvermehrter Schleimbildung führt.[7]

Risiken

Da sich hinter den Symptomen auch immer eine ernsthafte Erkrankung verbergen kann, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Symptome länger als 4 Wochen andauern.

Bei ständigen Halsschmerzen und Schnupfen aufgrund von Noxen oder Medikamenten hilft oft, wenn diese aus der Umwelt entfernt bzw. nicht mehr eingenommen werden.


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