Halsschmerzen In der Schwangerschaft: FAQ

Starke Halsschmerzen in der Schwangerschaft

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Halsschmerzen in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Meist sind sie auf Infekte der Atemwege (z. B. eine Grippe oder Erkältung) zurückzuführen. Klingt der Infekt ab, verschwinden mit ihm meist auch die lästigen Halsschmerzen.Doch auch während der Krankheitsdauer gibt es verschiedene Möglichkeiten, starke Halsschmerzen zu lindern. Was tun gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft? Diese Frage wird im Folgenden geklärt.

Behandlung von starken Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Halsschmerzen gehen meist von selbst vorüber. Allerdings können sie recht störend sein, weshalb während der Krankheitsdauer eine Linderung meist sehr wohltuend ist. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Allgemeine Maßnahmen

Zunächst sollte wie bei jeder Erkrankung dem Körper Ruhe gegönnt werden. Bettruhe, eine warme Umgebung und die Vermeidung von sportlichen Aktivitäten sind ratsam. Da die Halsschmerzen meist durch Entzündungen und damit verbundene Reizungen in den Atemwegen verursacht werden, ist auf die Pflege der Schleimhäute dort zu achten. Ein feuchtes Raumklima (z. B. durch eine Schale mit warmen Wasser im Raum) und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser und Tee) unterstützen die Genesung.

Hausmittel/ Anwendung

Neben den allgemeinen Maßnahmen können auch gezielt verschiedene Hausmittel zur Linderung der Halsschmerzen eingesetzt werden.

  • Starker Salbeitee wirkt antibakteriell und lindert die Halsschmerzen zusätzlich durch Flüssigkeits- und Wärmezufuhr. Für die Zubereitung werden 8 frische, gezupfte Blätter in 0,2 l kochendem Wasser etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Mit dieser Lösung soll alle ein bis zwei Stunden gegurgelt werden.
  • Kartoffelwickel versprechen ebenfalls eine Linderung der Schmerzen durch ihre zugeführte Wärme. Dazu werden gekochte Pellkartoffeln zerstampft und in ein Küchentuch gewickelt. Das Tuch wird um den Hals gelegt und ein weiteres Tuch oder ein Schal darüber gebunden.[1]

Medikamente/Anwendung

Bei der Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Selbst rezeptfreie Medikamente können für Schwangere und ihr ungeborenes Kind schädliche Wirkstoffe enthalten. Daher ist die Einnahme vorher am besten mit einem Arzt zu besprechen.

  • Paracetamol weist eine schmerzlindernde Wirkung auf und kann daher gut gegen Halsschmerzen angewendet werden. Im Falle einer Schwangerschaft ist es nur kurzzeitig und mit ärztlicher Rücksprache anzuwenden. Paracetamol sollte nicht mit Medikamenten, welche die Magenentleerung beeinflussen, kombiniert werden. Als Nebenwirkungen können in seltenen Fällen Störungen der Blutbildung, allergische Reaktionen, Bauchschmerzen, Übelkeit (Nausea), ein Anstieg der Leberwerte oder eine Verkrampfung der Luftwege mit Luftnot auftreten. Allgemein ist das Mittel sehr gut verträglich. Allerdings sollte sich genau an die ärztlich verordnete Dosierung oder die Empfehlung aus dem Beipackzettel gehalten werden.[2]
  • Salbeibonbons können, wie auch der Tee, mehrmals täglich angewendet werden. Am besten sollte die zuckerfreie Variante gewählt werden. Sie beruhigen den Hals und regen die Speichelproduktion an, wodurch die Atemwege befeuchtet werden.[3]

Zu beachten

Bei allein auftretenden Halsschmerzen muss nicht zwangsläufig ein Arzt aufgesucht werden, da diese meist nach einigen Tagen von selbst verschwinden. Sollten allerdings weitere Symptome wie Fieber hinzukommen, sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden. Auch bei starkem Husten ist Vorsicht geboten, da er frühzeitig Wehen auslösen kann. Sollten die Halsschmerzen nicht von selbst abklingen oder weitere Symptome hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


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