Halsschmerzen In der Schwangerschaft: FAQ

Halstabletten in der Schwangerschaft

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Während einer Erkältung (grippaler Infekt) leiden viele Betroffene an Halsschmerzen. Ausgelöst werden die Beschwerden durch eine Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis). Hinzu kommen häufig noch Schluckbeschwerden (Dysphagia) und Heiserkeit (Dysphonie). [1]

Im Verlauf der Erkältung klingen die Halsschmerzen meist von allein wieder ab und müssen nicht zwingend medikamentös behandelt werden. Bei besonders starken Halsschmerzen können Halstabletten Linderung verschaffen.

In der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, auf die Inhaltsstoffe der Halstabletten zu achten. Nicht alle Wirkstoffe sind für Schwangere geeignet.

Medikamente gegen Halsschmerzen

In der Schwangerschaft sollte grundsätzlich vor jeder Medikamenteneinnahme ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden. Bei vielen Arzneimitteln ist der Einfluss auf das ungeborene Kind nicht ausreichend erforscht oder es sind fruchtschädigende (teratogene) Wirkstoffe enthalten. Dies gilt nicht nur für synthetische Arzneimittel. Auch bei pflanzlichen Mitteln, wie beispielsweise Tees oder anderen Hausmitteln, sollte die Betroffene sich vorher ausreichend informieren. [2] [3]

In der folgenden Auflistung finden sich Wirkstoffe, die Halsschmerzen lindern können und die, nach vorheriger Absprache mit einem Arzt, auch in der Schwangerschaft angewendet werden können.

Isländisch Moos (Cetraria islandica)

  • Wirkungsweise: Isländisch Moos gehört zu den sogenannten Schleimdrogen. Es enthält pflanzliche Polysaccharide (Zucker), die mit Wasser Gele bzw. Schleime bilden, die sich schützend auf die entzündete Schleimhaut legen. Die gereizten Nervenenden der Schleimhaut werden so abgedeckt und beruhigt, sodass der Schmerz gelindert wird.
  • Medikamente: Isla-Moos® Pastillen, Weleda® Lichenes comp, LUUF(r) Halspastillen® mit Isländisch Moos und Eibisch; Hinweise: Je nach Bedarf mehrmals täglich 1–2 Pastillen langsam lutschen. [4][5]

Salze:

  • Wirkungsweise: Die spezielle Ionenzusammensetzung (Ionen sind geladene Teilchen) regt die Speichelproduktion an und wirkt leicht antibakteriell. Durch die vermehrte Speichelproduktion wird die entzündete Schleimhaut feucht gehalten. Zudem werden vermehrt körpereigene Schleimstoffe gebildet, die sich schützend auf die gereizte Schleimhaut legen und den Schmerz lindern können.
  • Medikamente: Emser Pastillen® ohne Menthol, Emser Pastillen®zuckerfrei mit Vanille, Emser Pastillen® zuckerfrei mit Lakritz [6][7]

Zu beachten

Bei Halsschmerzen, die ohne weitere Anzeichen einer Erkältung auftreten, bei Fieber (Pyrexie), ungewöhnlich starken Halsschmerzen und bei geschwollenen und eitrigen Mandeln sollte eine ärztliche Behandlung in Anspruch genommen werden. [8]

Ein Auslöser für Halsschmerzen kann auch eine bakterielle Entzündung der Rachenmandeln (Tonsillitis) sein; in diesem Fall ist meist eine Antibiotikatherapie erforderlich. [9]

In Halstabletten sind häufig Wirkstoffe enthalten, die für Schwangere nicht geeignet sind. Bei starken Beschwerden können einige Mittel jedoch nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Zudem kann auf andere Darreichungsformen ausgewichen werden, wie beispielsweise Gurgellösungen. Auch ungefährliche Hausmittel, wie zum Beispiel Honig oder warme Umschläge, können helfen, die Schmerzen zu lindern.[10]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen