Husten: Sonstige Getränke

Zuckerwasser bei Husten

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Hustenreiz kann plötzlich auftreten und den Alltag zur Qual machen. Ein gern verwendetes und seit Jahrhunderten bekanntes Hausmittel für anhaltenden Husten (Tussis) ist Zuckerwasser.

Was es mit dem biologischen Prozess von Zuckerwasser auf sich hat, wie es angewendet und dosiert werden sollte und was zu beachten ist, soll im folgenden Artikel geklärt werden.

Biologischer Prozess

Wie genau die Wirkungsweise von Zuckerwasser erklärt werden kann, ist medizinisch noch nicht vollkommen gesichert. Es ist aber schon lange bekannt, dass Zucker durchaus als Heilmittel wirken kann, wo herkömmliche Arzneimittel ihren Dienst versagen.

  • Manche Ärzte verwenden Zuckerwasser zur Wundbehandlung. Dies erklärt sich durch seine hervorragende Leistung bei der Unterdrückung von Infektionen. [1]
  • Eine andere Begründung für die Verwendung von Zuckerwasser ist die vermehrte Speichelsekretion, die beim süßen Geschmack des Zuckers auftritt. So werden entzündeten Schleimhäute durch die lang anhaltende Wirkung des gelösten Zuckers feucht gehalten und der Hustenreiz gelindert. [2]

Anwendung und Dosierung

Zuckerwasser ist einfach und kostengünstig selbst herstellbar. Nach leichtem Erwärmen von 250 ml Wasser wird etwas Zucker (etwa 2-3 Esslöffel) zugefügt und bis zur vollständigen Lösung untergerührt. Das Wasser sollte dabei nicht zu heiß sein. Welche Zuckerart verwendet wird, ist geschmackssache und macht hinsichtlich der Wirkung keinen großen Unterschied. Üblicherweise wird zu herkömmlichem weißen Haushaltszucker oder zu braunem Zucker gegriffen. Für eine besondere Wirkung kann Eidotter zugegeben werden. Auch dem Zuckerwasser zugefügte Zwiebelstücke unterstützen die Heilung.

Die Behandlung mit dem Hausmittel kann schon bei den ersten Anzeichen für Husten beginnen und so lange fortgesetzt werden, bis der Husten abgeklungen ist. Die beste Wirkung erzielt dieses Hausmittel bei nächtlichem Husten. Eine Anwendung vor dem Schlafengehen ist daher sinnvoll.

Zu beachten

Es sollte stets darauf geachtet werden, wie der Körper auf die Einnahme reagiert. Nur eine positive Reaktion kann Besserung bewirken.

Besondere Vorsicht sollte der Verwendung von Eidotter im Sommer geboten werden. Nicht ausreichende Kühlung der Eier kann dazu führen, dass sich Bakterien bilden, wie zum Beispiel Salmonellen, die zu Brech-Durchfall (Gastroenteritis) führen können. Bei geringen Anzeichen für eine Infektion mit Salmonellen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Sollte der Husten sich nicht legen oder zusätzliche Symptome neben dem Husten auftreten, wie zum Beispiel Kopfweh, Müdigkeit oder ein allgemeines Schwächegefühl, sollte ein Arzt aufgesucht werden.