Husten Beim Kleinkind: FAQ

Husten bei Kleinkind (nachts)

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Husten (Tussis) stellt bei Kleinkindern ein häufiges Symptome einer zugrundeliegenden Infektion der Atemwege, z.B. einer Erkältung (sog. grippaler Infekt), dar. Auch wenn das Husten ihres Kindes bei den meisten Eltern Bedenken hervorruft, handelt es sich dabei in der Regel um ein unbedenkliches Symptom, das nach einigen Tagen von selbst wieder abklingt. Besonders nachts kann sich der Husten wegen seines den Schlaf beeinträchtigenden Effekts als belastend erweisen. Zur Linderung des nächtlichen Hustens existieren eine Reihe von Hausmitteln, die bereits bei kleinen Kindern angewendet werden können. Welche Substanzen dazu gehören, wie sie verwendet werden und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Hausmittel gegen Husten bei Kleinkindern (nachts)

Husten entsteht durch eine Reizung der in den Atemwegen befindlichen Schleimhäute, meist aufgrund von Infekt-bedingten Entzündungen. Häufig kommt es vor allem nachts zu Reizhusten, der die Betroffenen um den Schlaf bringt. Eine Linderung dieses Hustens ist wichtig für die Erholung des Körpers. Neben Bettruhe sind ein feuchtes und warmes Raumklima und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr am besten in Form von Kamillentee empfehlenswert. Dadurch werden die gereizten Schleimhäute beruhigt und die Lösung des entzündlichen Sekrets gefördert.[1] Weiterhin können gezielt Hausmittel zur Linderung des Hustenreizes eingesetzt werden.

Dampfbäder

Die Wärme und feuchte Luft des Dampfbades unterstützen die Schleimlösung, beruhigen und pflegen die Schleimhäute und helfen dem Kind, sich zu entspannen. Durch die Zugabe von einigen Tropfen Menthol, Eukalyptus oder Kiefernöl kann zusätzlich eine bakterielle und beruhigende Wirkung der Atemmuskulatur bewirkt werden.[2] Für die Anwendung ein heißes Bad mit einer Temperatur von etwa 36° C einlassen und ein paar Tropfen eines Badezusatzes hinzugeben (unbedingt beiliegende Packungshinweise beachten). Das Kind sollte etwa 15 Minuten in dem warmen Wasser verbleiben.[3] Die Anwendung sollte maximal einmal pro Tag, vorzugsweise gegen Abend, erfolgen. Auf mögliche Unverträglichkeiten der Wirkstoffe des Badezusatzes ist zu achten.

Reizlindernder Hustentee

Hustentees für Kleinkinder können einfach selbst hergestellt werden. Die Tees weisen meist eine beruhigende Wirkung auf die Atemwegsschleimhäute und eine lindernde Wirkung auf den Hustenreiz auf. Für einen reizlindernden Tee 20 Gramm Thymiankraut, 25 Gramm Eibischwurzeln, 15 Gramm Spitzwegerichkraut, 10 Gramm zerstoßene Fenchelfrüchte, 10 Gramm isländisches Moos und 10 Gramm Süßholzwurzel mischen. Einen Teelöffel der Kräutermischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt fünf Minuten ziehen lassen. Im Folgenden den Tee abseihen und abkühlen lassen. Babys können davon mehrmals pro Tag 30 ml zugeführt werden, Kindern ab einem Jahr eine Tasse. Empfehlenswert ist die Anwendung am Morgen nach dem Aufstehen sowie am Abend kurz vor dem Zubettgehen.[4]

Quarkwickel

Zu weiteren Hausmittel zur Linderung des Hustens gehören Quarkwickel, denen eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäutenachgesagt wird. Der Vorteil von Quarkwickeln liegt in der direkten Anwendung über Nacht. Für die Herstellung ein Geschirrtuch in der Mitte mit Magerquark bestreichen, die frei gebliebenen Enden darüber schlagen, das Tuch auf Zimmertemperatur erwärmen und dem Kind auf die nackte Brust legen. Anschließend mit einem Schal oder weiteren Tuch umwickeln. Der Quarkwickel eignet sich neben der nächtlichen Anwendung auch für die Anwendung am Tag.[5]

Zu beachten

Je jünger das Kind, desto eher sollte bei Husten ein Arzt konsultiert werden. Vor allem Kleinkinder sind einem höherem Infektionsrisikound erhöhtem Risiko für schwerere Krankheitsverläufe ausgesetzt. DieEvolution des Hustens sollte daher aufmerksam beobachtet werden. In der Regel erweist sich Husten als unbedenklich und verschwindet mit Abklingen der Grunderkrankung von selbst nach einigen Tagen. Stellt sich allerdings auch nach einer Woche der Selbstbehandlung keine Besserung ein oder treten zusätzliche Symptome wie Fieber (sog. Pyrexie) auf, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.[6] Bei derAnwendung von Hausmitteln ist auf mögliche Unverträglichkeitensowie deren Eignung zum Einsatz bei Kleinkindern zu achten. Im Zweifelsfall sollte die Selbstbehandlung mit einem Arzt abgesprochenwerden.