Husten Beim Kleinkind: FAQ

Starker Husten (bei Kleinkind)

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Starker Husten (Tussis) tritt oft im Rahmen von Infekten der Atemwege auf. Dieser raubt den Betroffenen nachts den Schlaf und zehrt an ihren Kräften. Gerade Kleinkinder erkranken häufig an Atemwegsinfekten wie Erkältungen und leiden unter Husten. Neben der Linderung des Hustenreizes ist es meist auch nötig, den festsitzenden Schleim zu lösen. Für beides gibt es verschiedene Hausmittel, die bereits bei Kleinkindern zum Einsatz kommen können. Welche das sind, wie sie wirken und wie sie angewendet werden, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Hausmittel gegen starken Husten bei Kleinkindern

Da Husten in der Regel ein Symptom von Infekten der Atemwege darstellt, verschwindet er mit dem Abklingen der Erkrankung meist von selbst. Bis zu diesem Zeitpunkt kann er gelindert bzw. die Genesung durch Lösen des Hustens unterstützt werden. Allgemein dafür wichtig sind zunächst eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (vorzugsweise Tee und Wasser) und ein feuchtes Raumklima. Diese unterstützen die Lösung des festsitzenden Schleimes und beruhigen die gereizten Schleimhäute. Des Weiteren können gezielt Hausmittel gegen den starken Husten eingesetzt werden.

Rettich-Hustensaft

Rettich weist eine schleimlösende sowie antibiotische Wirkung auf. Am besten wird er in Form von Hustensaft verabreicht. Dazu von einem schwarzen Rettich einen Deckel abschneiden und beiseite legen und anschließend den Rettich mit einem Löffel aushöhlen. Ihn nun mit 5–10 Esslöffel Honig füllen und den Deckel wieder aufsetzen. Der Rettich sollte nun an einem warmen Ort mindestens 2 Stunden stehen gelassen werden. Im Anschluss kann der Hustensaft entnommen und in einem verschließbaren Gefäß kühl gelagert werden. Es sollte darauf geachtet werden, den Saft nicht zu lange im Rettich zu lassen. Ein Rettich selbst kann bis zu 4-mal wieder aufgefüllt werden. Die Dosierung des Saftes ist vom Alter des Kindes abhängig. Bei Kindern ab einem Jahr wird 3–4-mal täglich 1 Teelöffel empfohlen, bei Kindern ab drei Jahren dann 2 Teelöffel.[1]

Quarkwickel

Zur Linderung des Hustens eignen sich Quarkwickel, die eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute der Atemwege besitzen und besonders gut nachts getragen werden können. Quarkwickel sind leicht zu Hause herzustellen, indem in die Mitte eines Geschirrtuches Magerquark gestrichen wird und anschließend die frei gebliebenen Enden über die bestrichene Stelle geschlagen werden. Anschließend das Ganze auf Zimmertemperatur erwärmen und auf die nackte Brust des Kindes legen. Der Wickel wird am besten noch mit einem weiteren Tuch oder Schal umwickelt und über Nacht getragen. Quarkwickel können aber auch tagsüber je nach Bedarf angewendet werden.[2]

Dampfbad

Die feuchte Luft eines Dampfbades bewirkt eine Lösung des Schleimes, beruhigt und pflegt die Schleimhäute und hilft dem kranken Kind zu entspannen. Dem Badewasser können zusätzlich ein paar Tropfen Menthol, Eukalyptus oder Kiefernöl hinzugegeben werden, da diese eine antibakterielle und beruhigende Wirkung auf die Atemmuskulatur aufweisen.[3] Einfach ein heißes Bad (etwa 36 °C) einlassen und ein paar Tropfen des entsprechenden Badezusatzes unter Beachtung der Anleitung hinzugeben. Anschließend am besten mindestens 15 Minuten mit dem Kind im warmen Wasser verbleiben. Ältere Kinder können auch unter Aufsicht alleine baden und solange im Wasser spielen, wie es ihnen beliebt.[4] Ein Dampfbad sollte maximal einmal täglich erfolgen.

Zu beachten

Gerade Kleinkinder gehören zu den Risikogruppen für eine große Bandbreite an Infekten. D. h., neben einem höheren Erkrankungsrisiko weisen sie auch meist schwerere Krankheitsverläufe auf. Daher ist bei ihnen der Husten als Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung gut im Auge zu behalten und nach einer Woche der Selbstbehandlung ohne zu verzeichnende Besserung ein Arzt aufzusuchen. Sollte der Husten zudem von Fieber (Pyrexie) oder blutigem Auswurf begleitet sein, sollte ebenfalls zügig ärztlicher Rat hinzugezogen werden. Bei der Behandlung mit Hausmitteln sind Unverträglichkeiten zu beachten und ggf. die Anwendung zu unterlassen. Eine medikamentöse Behandlung von Kleinkindern sollte immer mit einem Arzt besprochen werden.