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Reizhusten Dauer

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Reizhusten ist eine besondere Form des Hustens (Tussis). Bei Reizhusten wird kein Schleim produziert, der Husten ist also trocken und ohne Auswurf. Reizhusten kann je nach Ursache unterschiedlich lange andauern. Wie lange Reizhusten bei verschiedenen Ursachen anhält, welche Dauer als normal gilt und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Reizhusten, welcher im Nachgang einer Erkältung oder Grippe auftritt, dauert im Schnitt 17,8 Tage.[1] Wer also nach drei Wochen immer noch unter Reizhusten leidet, kann dies als normal erachten und versuchen, die Symptomatik zu lindern. Entscheidend ist aber, dass der Husten sich in dieser Zeit kontinuierlich bessert und zusätzlich keine weiteren Symptome wie Fieber (Pyrexie), Abgeschlagenheit oder Schmerzen auftreten.

Reizhusten kann aber auch durch externe Faktoren ausgelöst werden. Häufig sind hier als Ursache Gase, Chemikalien oder eine dauerhafte Staubbelastung zu nennen. Auch Pollen und Tierhaare können Reizhusten verursachen. In solchen Fällen tritt Reizhusten entweder saisonal oder situationsbedingt auf.[2]

Tipps zur Behandlung

Reizhusten kann sehr unangenehm werden. Mit einfachen Hausmitteln ist jedoch eine Linderung des Hustenreizes möglich. Hier einige Tipps:

  • Dampfbäder und Inhalationen mit Kamillenblüten beziehungsweise mit Kochsalz helfen, die Schleimhäute feucht zu halten. Sie reduzieren so den Hustenreiz und lindern eventuell bestehende Halsschmerzen.
  • Honig, Kräuterbonbons und Kräutertees haben ebenfalls einen lindernden Effekt. Außerdem stellt das Gurgeln mit einer Lösung aus Kamillensud eine gewinnbringende Alternative dar. Bei Kindern sollte auf Gurgeln verzichtet werden, beziehungsweise sollte es bei älteren Kindern nur unter Aufsicht erfolgen.
  • In der Apotheke sind rezeptfreie Säfte und Sirup gegen Hustenreiz erhältlich. Ihre Einnahme wird vor allem vor dem Schlafengehen empfohlen, damit der Hustenreiz für die Nacht möglichst gestillt wird.
  • Bei einem leichten Hustenreiz sollte ruhig versucht werden, diesen zu unterdrücken. Je weniger gehustet wird, desto kleiner ist das Risiko, dass auf den Schleimhäuten neue Schäden entstehen.[3]

Wann zum Arzt

Sobald Reizhusten länger als drei Wochen lang am Stück besteht, ist dies definitiv ein Grund für einen Arztbesuch. Außerdem sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome hinzukommt:

  • Fieber (Pyrexie)
  • Schüttelfrost (Febris Undularis), Magenschmerzen und Übelkeit (Nausea)
  • Verschlimmerung des Hustens[4]