Husten Stark: Begleiterscheinungen

Starker Husten mit Atemnot

© PantherMedia / Aleksandar Mijatovic

Husten und Atemnot können zusammen auftreten, harmloser Natur sein oder einer ernsthaften Krankheit entspringen. Folgender Artikel soll helfen, den Zusammenhang zwischen starkem Husten und Atemnot näher zu erläutern.

Medizinische Fakten

[2] Husten dient dem Körper zur Abwehr von Fremdkörpern[1]. Unterschieden werden bei Husten vor allem die Dauer und Art des Hustens[3]: Dauert ein Husten zwischen 3 und 8 Wochen, so wird von akutem Husten gesprochen. Geht ein Husten über die Dauer von 8 Wochen hinaus wird er als chronisch bezeichnet.Produktiver Husten meint Husten, der mit Auswurf von Sekret/Schleim einher geht, nicht-produktiver Husten ist gleichzusetzen mit trockenem bzw. Reizhusten.

Die Ursachen für Husten sind weitläufig und reichen von der Erkältung und diversen Infekten bis hin zu Atemwegs- und Kreislauferkrankungen[4]. Zusammen mit Atemnot („Dispnoe“), kann Husten im Alltag durch körperliche Aktivität bzw. erschöpfende Tätigkeiten sowie umweltbedingt, zum Beispiel durch das sich Aufhalten in geographisch höher gelegenen Gebieten, auftreten.[5]

Des Weiteren stehen folgende medizinische Erkrankungen im Zusammenhang mit Husten und Atemnot:

  • Bronchitis: ist ein viraler Infekt der Atemwege. Sie tritt meist zusammen mit Husten, Schnupfen, Atemnot und Halsschmerzen auf und heilt in den meisten Fällen spontan aus (Dauer: bis zu 8 Wochen)[6].
  • [4] Lungenembolie: ist eine Verengung oder Verlegung von Blutgefäßen der Lunge führt hier zu einer mangelnden Durchblutung[7]. Viele Patienten weisen keine Symptomatik auf; bei etwa 50% aller Patienten treten jedoch akuter Husten und Atemnot auf.
  • Lungenstauung: ist eine durch Linksherzinsuffizienz verursachte Rückstauung von Flüssigkeit in die Lunge[8]. Es treten Husten (auch Aushusten von Blut oder blutigem Schleim) sowie Atemnot auf[9].
  • [11] Asthma: ist eine chronische Entzündung der unteren Atemwege[10] welche zu einer Umstrukturierung der Atemwege führt[11]. Es kommt zu Symptomen wie Husten (besonders am Abend und in der Früh), Keuchen, Druckgefühl in der Brust, und allergischen Reaktionen gegenüber sonst harmlosen Stoffen[10].

Biologischer Zusammenhang

Husten im Zusammenhang mit Atemnot liegt krankheitsabhängig unterschiedlichen Ursachen zugrunde:

Bei einer Bronchitis wird Schleim produziert. Dieser obstruiert die Atemwege, behindert die Atmung und löst daraufhin einen befreienden Hustenreflex aus.[6]

Lungenembolie[7][8] und Lungenstauung führen beide zu einer schlechter durchbluteten Lunge. Dies erschwert die Atmung, führt zu Atemnot, und löst Hustenreflexe aus, um den Körper von der Obstruktion zu befreien. Eine Lungenembolie kann zum Lungeninfarkt sowie zu permanenten Schäden der Lunge und anderer Organe führen. Im Falle einer Lungenstauung ist eine Ansammlung an Flüssigkeit in der Lunge zu beobachten, welche die Atmung behindert und zu Husten, Geräuschen während der Atmung, und zu der Schwierigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen, führt[12]. Sowohl Lungenembolie als auch Lungenstauung sind äußerst ernst zu nehmende Erkrankungen.

[10] [11] Husten und Atemnot im Falle von Asthma sind auf die Umstrukturierung der Atemwege zurückzuführen: Die Atemwege werden enger, die Luftzufuhr verringert sich, und Atemnot entsteht. Im Falle der Schleimbildung bei Asthma tritt vermehrt Husten auf, um die Atemwege durch das Aushusten von Schleim zu befreien.

Zu beachten

Obwohl Husten und Atemnot getrennt voneinander und aufgrund harmloser Ursachen im Alltag auftreten können, liegen oft ernsthafte medizinische Erkrankungen vor. Diese erfordern einen Arztbesuch! Sollte der vorliegende Husten akut sein, empfiehlt es sich in der örtlichen Apotheke Rat zu holen. Bei chronischem Husten, sowie im Zweifelsfall, ist es ratsam den nächsten niedergelassenen Arzt aufzusuchen. Husten stellt einen der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch dar.