Husten Stark: Ursachen

Erkältung (starker Husten)

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Die wohl häufigste Infektion stellen Erkältungen (grippaler Infekt) dar. Schnupfen (Rhinitis), Halsschmerzen (Pharyngitis), Husten (Tussis), Gliederschmerzen (Extremitätenschmerzen) und Abgeschlagenheit sind dabei die typischen Symptome. Tritt der Husten stark auf, ist das für den Betroffenen besonders belastend. Er kostet viel Kraft und raubt einem auch nachts den Schlaf. Inwiefern eine Erkältung starken Husten verursachen kann, welche Prozesse im Körper ablaufen und welche Risikogruppen besonders gefährdet sind, wird im Folgenden dargestellt.

Medizinische Fakten

Husten ist ein normales Symptom einer Erkältung. Er dient zur Reinigung des menschlichen Körpers, indem er schädliche Stoffe abrupt mit der Atemluft hinausbefördert. Ausgelöst wird dieser Prozess durch eine Reizung der Hustenrezeptoren (Fühler) in den Schleimhäuten der Atemwege.

Es lassen sich zwei Arten von Husten unterscheiden: Husten mit Auswurf wird auch als produktiver Husten bezeichnet, Husten ohne Auswurf als trockener oder unproduktiver Husten.[1] Beide Arten kommen im Rahmen einer Erkältung vor. Der Husten selbst stellt dabei ein Symptom der zugrunde liegenden Erkältung dar.[2]

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Viruserkrankung, die von mehr als 200 Viren aus unterschiedlichen Familien verursacht werden kann.[3] Eine Erkältung ist durch einen langsamen Beginn und einen recht milden Verlauf geprägt.

Der Husten im Rahmen einer Erkältung tritt in zwei Phasen auf. In der ersten Phase ist der Husten unproduktiv und trocken, d.h., er wird nicht von Auswurf begleitet. Auch das Nachgeben des ständigen Hustenreizes lindert diesen nicht. Dieser Husten wird auch als Reizhusten bezeichnet, weil durch ihn die Bronchialschleimhäute weiter gereizt werden. In der zweiten Phase ist der Husten produktiv, d. h., er wird von Auswurf begleitet. In dieser Phase ist es wichtig, den Schleim abzuhusten und damit die Atemwege davon zu befreien. Allerdings ist dies oft ein kräftezehrender Akt, da der festsitzende Schleim nur durch starke,schmerzhafte Hustenstöße gelöst werden kann.[4]

Biologischer Zusammenhang

Durch die eingedrungenen Viren entsteht eine Entzündung in den Atemwegen, wodurch die Schleimhäute gereizt werden. Als Folge schwellen die entzündeten Schleimhäute an und verengen die Bronchien. Es wird vermehrt zähflüssiges Sekret gebildet, das aber nicht ausreichend abtransportiert werden kann. Dadurch kommt es zu einer Verkrampfung der Muskulatur und damit verbunden zu einem ständigen Hustenreiz. Dieses zähflüssige Sekret behindert die Atmung und bildet gleichzeitig einen guten Nährboden für Bakterien.[5]

Zu beachten

In der ersten Phase empfiehlt es sich, hustenstillende Präparate einzunehmen, damit die gereizten Bronchien entkrampfen und der Hustenreiz gelindert wird. Dadurch wird der nächtliche Schlaf nicht gestört und der Körper kann neue Kräfte sammeln. In der zweiten Phase sollten hustenlösende Medikamente zum Einsatz kommen, um den Schleim zu lösen und seinen Abtransport durch eine Verflüssigung des Sekrets sowie die Anregung der Flimmerhärchen auszulösen.[6]

Das Risiko einer Infektion wird durch verschiedene Risikofaktoren erhöht: Unterkühlung, Stress, Schlafmangel, Krankheiten, enger Kontakt mit Erkrankten sowie der Aufenthalt in größeren Menschenansammlungen.[7] Personen, die diesen Faktoren häufiger ausgesetzt sind, sollten versuchen, diese Schwächung des Immunsystems auszugleichen und im Falle einer Erkrankung diese Faktoren zu vermeiden. Sollten zu den typischen Erkältungssymptomen Fieber hinzukommen oder die Symptome nicht von selbst nach einigen Tagen abklingen, ist es ratsam, ärztliche Hilfe aufzusuchen.