Husten Stark: Ursachen

Starker Husten (nach Erkältung)

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Gerade in der kalten Jahreszeit wird fast jeder von einer Erkältung (grippaler Infekt) heimgesucht. Diese klingt meist nach einigen Tagen von selbst ab, aber häufig hält sich der in Verbindung mit der Erkältung auftretende Husten (Tussis) noch hartnäckig über mehrere Wochen. Der Reizhusten ist für die Betroffenen oft eine Belastung, da er stark ist und besonders auch nachts auftritt, was den Schlaf rauben kann. Welche Ursachen der lang anhaltende Husten hat und was es zu beachten gilt, wird im Weiteren näher ausgeführt.

Medizinische Fakten

Husten stellt eine Reaktion auf die Reizung der vorzugsweise in den Atemwegen vorkommenden Schleimhäute dar. Er dient der Reinigung dieser, indem mit der abrupt ausgestoßenen Luft auch schädliche Stoffe hinaus befördert werden.[1] Husten tritt deswegen meist im Rahmen von Infekten auf, da mit dem ausgehusteten Schleim auch Krankheitserreger aus dem Körper transportiert werden. Eine der häufigsten Ursachen für starken Husten stellt eine Erkältung dar.

Neben dem Husten treten Symptome wie Schnupfen (Rhinitis), Halsschmerzen (Pharyngitis), Gliederschmerzen (Extremitätenschmerzen) und allgemeine Abgeschlagenheit auf. Eine Erkältung ist eine Viruserkrankung, die in den meisten Fällen von mehr als 200 Viren verschiedener Familien hervorgerufen wird. Sie ist im Gegensatz zu einer Grippe (Influenza) durch ihren milden Verlauf sowie langsamen Beginn gekennzeichnet. In der Regel klingt eine Erkältung nach wenigen Tagen von selbst wieder ab,[2] allerdings hält sich oftmals der mit ihr auftretende Husten hartnäckig über mehrere Wochen.

Biologischer Zusammenhang

Husten stellt ein recht häufig vorkommendes Symptom einer Erkältung dar. Er wird durch eine Reizung der in den Atemwegen vorkommenden Schleimhäute verursacht. Werden die Hustenrezeptoren in diesen gereizt, wird ein Signal zum Gehirn weitergeleitet, welches den Reflex des Hustens auslöst. Im Falle einer Erkältung ist die Reizung auf eine durch Viren verursachte Entzündung der Atemwegsschleimhäute zurückzuführen. Durch die Entzündung kommt es zu einer Schwellung der Schleimhäute sowie Verengung der Bronchien. Das vermehrt gebildete zähflüssige Sekret kann nicht mehr abtransportiert werden, wodurch die Muskulatur verkrampft und einen ständigen Hustenreiz auslöst. Es können zwei grundlegende Arten von Husten unterschieden werden, die beide im Verlauf einer Erkältung zu finden sind.[3]

In der ersten Phase der Erkrankung findet sich trockener bzw. unproduktiver Husten (Reizhusten), bei welchem noch kein Sekret ausgestoßen wird. Das Sekret ist in diesem Stadium noch nicht ausreichend gebildet bzw. noch zu fest zum Abhusten, weshalb der Husten trocken ist. Dieser wiederum stellt selbst eine Reizung der Schleimhäute dar. In der zweiten Phase einer Erkältung entwickelt er sich zu produktivem Husten, d.h. es hat sich inzwischen genug Sekret gebildet, so dass es im Rahmen des Hustens als Auswurf ausgestoßen werden kann. Das Abtransportieren des Schleims ist deshalb so wichtig, da es in großer Menge das Atmen behindert, also die Atemwege davon befreit werden müssen.[4]

Auch nach der Erkältung sind die Bronchien meist noch angeschlagen und dadurch überempfindlich. Es tritt vermehrt Husten durch ihre hohe Reizbarkeitauf.[5] Neben den Bronchien brauchen auch die Schleimhäute eine gewisse Zeit zum Regenerieren. Im Rahmen einer Erkältung werden häufig deren Flimmerhärchen beschädigt, was zunächst den natürlichen Prozess der Reinigung in den Atemwegen behindert. Dadurch löst auch hier die erhöhte Reizbarkeit häufig einen Hustenstoß aus.[6]

Zu beachten

Alle Personen, deren Immunsystem geschwächt ist, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Erkältung zu erkranken. Um das Risiko zu mindern, ist es sinnvoll, Faktoren zur Schwächung des Immunsystems zu vermeiden, z. B. Stress, Schlafmangel, Unterkühlungen, Erkrankungen, Kontakt mit bereits Erkrankten oder große Menschenansammlungen.[7]

Zur Linderung des Reizhusten werden hustenstillende Medikamente empfohlen, da diese den Teufelskreislauf aus der Reizung der Schleimhäute und weiteren Reizung durch den Husten unterbrechen.[8]

Sollte dieser trotzdem nicht innerhalb von 8 Wochen abklingen oder mit Fieber (Pyrexie) einhergehen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.