Husten Trockener Husten: FAQ

Trockener Husten geht nicht weg

© PantherMedia / Volodymyr Baleha

Trockener Husten (Tussis) ist ein quälender Husten, bei dem kein Schleim produziert und ausgeworfen wird. Für einen medizinischen Laien ist es schwer zu erkennen, wodurch genau der Husten verursacht wird, um ihn spezifisch zu behandeln.

Trockener Husten geht nicht weg – das ist ein Problem von dem zahlreiche Betroffene berichten. Wodurch trockener Husten verursacht werden kann, worauf geachtet werden muss und wie er alternativ behandelt werden kann, soll im Folgenden erklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Husten ist ein natürlicher Schutzreflex des Körpers. Mit dem Druck, der beim Hustenstoß aufgebaut wird, sollen Fremdkörper, die in die Atemwege geraten und eine potenzielle Gefahr darstellen, aus dem Körper hinaus befördert werden.

Trockener Husten, der nicht verschwinden will, kann viele Ursachen haben und sollte nach 4-wöchigem Bestehen immer abgeklärt werden. Husten kann durch Infektionskrankheiten, durch chronische Erkrankungen oder durch externe Reizstoffe verursacht werden: [1]

  • Grippe
  • Erkältung
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Luftröhrenentzündung (Tracheitis)
  • Bronchialschleimhautentzündung (Bronchitis)
  • Staub, Gase, Chemikaliendämpfe

Bleibt trockener Husten über einen längeren Zeitraum bestehen, kann dies die Schleimhaut des Halses nachhaltig schädigen. Insbesondere bei Kindern ist lange anhaltender Husten gefährlich.[2]

Tipps zur Vorbeugung

Trockener Husten, der nicht weggeht, kann mit einer Vielzahl von alternativen Heilmitteln gelindert werden. Eine Möglichkeit ist selbsthergestellter Spitzwegerichsirup. Dazu werden 3-4 EL Spitzwegerichblätter mit 1 L Wasser aufgekocht. Das Ganze muss 10 Minuten ziehen, bevor die Blätter abgesiebt werden. Der Sud wird dann mit ca. 400 Gramm Kandiszucker aufgekocht. Es entsteht eine honigartige Masse, von der 3-4-mal täglich ein EL eingenommen werden sollte.

Auch Isländisch-Moos Lutschpastillen (aus der Apotheke) wirken beruhigend auf die Halsschleimhaut. Ein anderes Rezept sind selbstgemachte Kräutertees. Dazu werden 20 Gramm Anisfrüchte, 25 Gramm Eibischwurzel und 10 Gramm Isländisch Moos gemischt. Davon einen EL mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, 8-10 Minuten ziehen lassen, Kräuter absieben und in kleinen Schlucken trinken. [3]

Auch Globuli, die spezifische Stoffe in konzentrierter Form enthalten, helfen. Bei trockenem oder bellendem Husten wird Sponga tosta D6, bei trockenem und schmerzhaftem Husten Bryonia D6 empfohlen.

Hält trockener Husten allerdings länger als zwei Wochen an, sollte auch bei einer bestehenden Behandlung erneut ein Arzt aufgesucht werden. Die Gefahr, dass eine chronische Erkrankung dahintersteckt, besteht grundsätzlich bei jedem Betroffenen. Je früher dann eine ärztliche Behandlung erfolgt, desto besser ist die Prognose.[4]