Schnupfen: Klassische Arzneimittel

Ibuprofen gegen Schnupfen?

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Schnupfen (Rhinorrhoe) ist ein sehr häufiges Symptom, welches meist im Rahmen von einer Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis) auftritt. In der Regel ist eine Infektion mit Viren ursächlich, welche zu den klassischen Symptomen einer verstopften Nase (Obstruktion) durch vermehrt anfallenden Nasenschleim (Nasensekret) führt, wobei der zusätzlich produzierte Schleim über die Nasenlöcher (Ostium nasi) abfließt, was sich als Schnupfen bemerkbar macht. 

Die Beschwerden klingen meist nach wenigen Tagen wieder ab und können mit Hilfe von Inhalation, Nasenspülung, Rotlicht und ausreichender Flüssigkeitszufuhr therapiert werden.
Der Wirkstoff Ibuprofen kann bei Schnupfen jedoch keine Symptomlinderung erzielen, da seine Wirkung sich ausschließlich auf Schmerzlinderung, Fiebersenkung und Entzündungshemmung beschränkt.

Medizinische Fakten

Im Durchschnitt leiden Erwachsene zwei- bis fünfmal im Jahr an einer Erkältungskrankheit, die mit Schnupfen einhergeht. Dabei entsteht der Schnupfen durch eine entzündliche Veränderung der Nasenschleimhaut, die sich häufig auf die Nasennebenhöhlen ausbreitet. In diesem Fall wird von einer Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) gesprochen. Eine solche Entzündung wird in den meisten Fällen durch eine virale Infektion verursacht und kann sich mit folgenden Symptomen äußern:

Hauptsymptome

  • Schnupfen (Rhinorrhoe)
  • verstopfte Nase (Obstruktion)
  • vermehrter Nasenschleim (nasale Sekretion)
  • verminderter Geruchssinn (Hyposmie)

Mögliche Begleitsymptome

  • Druckschmerz im Gesicht
  • Kopfschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Mundgeruch (Foetor ex ore)
  • ggf. geringes Fieber[1]

Eine Beschwerdelinderung der Hauptsymptome ist durch die Einnahme von Ibuprofen nicht zu erwarten, da der Wirkstoff lediglich folgende Wirkungen aufweist:

  • gegen Entzündung wirksam (antiinflammatorisch, auch antiphlogistisch)
  • gegen Fieber wirksam (antipyretisch)
  • gegen Schmerzen wirksam (analgetisch)

Ursächlich für jene Wirkungsvielfalt ist die durch den Wirkstoff Ibuprofen verursachte verminderte Bildung von spezifischen Botenstoffen, welche bei der Entstehung von Entzündungen, Schmerzen und Fieber eine zentrale Rolle spielen.[2]
Aus diesem Grund kann Ibuprofen durchaus eine Beschwerdelinderung der eventuell bestehenden Begleitsymptome Kopf- und Gesichtsschmerzen, sowie Fieber erzielen. Eine Behandlung des Schnupfens ist jedoch ausschließlich mitTherapieoptionen möglich, die eine abschwellende und schleimlösende Wirkung auf die Nasenschleim besitzen. Zu diesen zählen:

  • Dampfinhalation mit ätherischen Ölen
  • Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung
  • Wärmetherapie mit Rotlicht
  • großzügige Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern pro Tag
  • körperliche Schonung

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen