Schnupfen Beim Kleinkind: Im Alltag

Schnupfen bei Kleinkind geht nicht weg

© PantherMedia / Hannes Eichinger

Schnupfen (Rhinitis) tritt in den meisten Fällen im Rahmen von Infektionskrankheiten auf. Bei einem Kleinkind scheint Schnupfen meist schlimmer zu sein, als er eigentlich ist. In der Regel ist Schnupfen harmlos und klingt nach einiger Zeit von alleine wieder ab. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, bei denen Schnupfen über einen langen Zeitraum bestehen bleibt.

Was Ursachen für anhaltenden Schnupfen sein können, was dabei im Körper passiert und was beachtet werden muss, wenn Schnupfen beim Kleinkind nicht weggeht soll im Folgenden erklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Kleinkinder machen pro Jahr bis zu zehn Erkältungen durch. In der Regel ist der erkältungsbedingte Schnupfen aber nach 7-10 Tagen überstanden. Symptome wie Husten (Tussis) können noch bis zu drei Wochen nach Abklingen der anderen Erkältungssymptome bestehen bleiben.

Anhaltender (chronischer) Schnupfen kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen allergische Reaktionen, externe Einflussfaktoren oder aber auch anatomische Veränderungen der Nase. [1]

Etwa 45 Prozent aller Fälle von chronischem Schnupfen werden durch eine Allergie verursacht. Etwa 35 Prozent sind gemischt allergischer und nicht-allergischer Natur und nur etwa 25 Prozent sind nicht-allergischer Natur.

Biologischer Zusammenhang

Bei allergisch verursachtem chronischem Schnupfen sind es sogenannte Allergene, die für die Symptome verantwortlich sind. Das können der Kot der Hausstaubmilben, der Speichel von Tieren oder auch Pollen und Gräser sein. Diese lösen im Körper von Allergikern eine Reaktion aus, wie es sonst Krankheitserreger oder andere Schadstoffe tun. Das Immunsystem wird dabei aktiviert und es kommt zu den klassischen Symptomen von Schnupfen: Durch die gesteigerte Durchblutung schwellen die Blutgefäße und damit auch die Schleimhäute an. Es entsteht das Gefühl einer verstopften Nase. Die vermehrte Schleimproduktion soll den Abtransport von Schadstoffen unterstützen. Der Schleim besteht aus Zellen des Immunsystems und abgetöteten Krankheitserregern.

Bei nichtallergisch ausgelöstem chronischem Schnupfen steckt meist eine sogenannte Vasomotorische Rhinopathie hinter den Beschwerden. Laut neueren Studien ist das eine Hyperreaktivität (übertriebene Reaktion) der Schleimhäute auf äußere Reize. Diese Reize können durch zum Beispiel kalte, trockene, verstaubte Luft, Rauch, Hitze, Chemikalien, zu scharfes Essen oder auch innere (psychische) Reizsituationen verursacht werden. Außerdem können auch anatomische Veränderungen der Nase, wie zum Beispiel Nasenseptumdeviationen chronischen Schnupfen verursachen. [2][3]

Tipps

Generell gilt: je früher bei chronischem Schnupfen die Ursache erkannt und beseitigt wird, desto besser ist die Prognose. Bleibt Schnupfen beim Kleinkind daher länger als drei Wochen bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser sollte schon früher aufgesucht werden, wenn zusätzlich zu chronischem Schnupfen folgende Symptome auftreten:

  • Atemnot
  • Nahrungsverweigerung
  • Hohes Fieber (Pyrexie)[4]

Leidet ein Kleinkind unter allergisch verursachtem chronischem Schnupfen, so entwickelt sich in der Mehrzahl der Fälle auch ein allergisches Asthma. Das Asthma muss bei der Behandlung natürlich mitbehandelt werden.

Bei Hausstaubmilben sollte also eine staubarme Umgebung geschaffen werden. Bei einer Allergie gegen Tierhaare sollten diese aus dem Haushalt verbannt werden.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen