Schnupfen Nase zu: Begleiterscheinungen

Nase zu + Ohren zu (Druck)

© PantherMedia / Jonathan Ross

Das subjektive Gefühl verschlossener Ohren und eines erhöhten Ohrendrucks zeigt sich als eine häufige Begleiterscheinung bei grippalem aber auch allergischem Schnupfen. Diesem Phänomen liegt eine einfache anatomische Ursache zugrunde und stellt primär keine schwere Gefährdung für den Organismus dar.

Der folgende Artikel beleuchtet die medizinischen Fakten, den biologischen Zusammenhang und zu Beachtendes einer verstopften Nase und dem daraus resultierenden erhöhten Druck auf den Ohren.

Medizinische Fakten

Ist die Nase erst einmal zu, machen die Ohren oft gleichermaßen auch zu und es kommt zur Manifestation klassischer Symptome, die wie folgt beschrieben sind:

  • Erhöhter Druck auf den Ohren
  • Rauschen
  • Schmerzen im Ohr
  • knackende und klickende Geräusche beim Schlucken im Ohr
  • pulsierende Ohrgeräusche
  • ggf. Hörminderung[1]

In den meisten Fällen treten keine Dauerschädigungen des Ohres auf und beim Abklingen des Schnupfens klingen gleichermaßen auch die oben beschriebenen Symptome wieder ab.

Biologischer Zusammenhang

Bei einem Schnupfen kommt es häufig auch zu Druck auf den Ohren. Die Ursache hierfür sind die während des Schnupfens anschwellenden Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes. Die entzündliche Schwellung kann unter Umständen auch der Ohrtrompete (Tuba auditiva oder Eustachi’sche Röhre) betreffen, welche eine direkte Verbindung zwischen dem Nasen-Rachen-Raum und dem Mittelohr herstellt.

Die Ohrtrompete sorgt beim Schlucken und Kauen beim Gesunden für einen Druckausgleich zwischen Mittelohr und der Umgebung. Wird ihre Funktion, wegen einer Verstopfung oder einer akuten Entzündung, eingeschränkt, kann kein Druckausgleich mehr stattfinden – wahrnehmbarer Unterdruck ist die Folge, da dabei das Trommelfeld nach innen gezogen wird.[2]

Aufgrund der Beweglichkeitsminderung des Trommelfells, durch obig erklärten Mechanismus, kann der Schall, der von der äußeren Ohrmuschel zum Trommelfell und von diesem normalerweise über die Gehörknöchelchen weiter ins Innenohr übertragen wird[3], nicht mehr im gleichen Ausmaß weiter geleitet werden – eine dumpfe Gehörverminderung mit eventuellem Rauschen stellt sich ein.

Zu beachten

Besteht der beschriebene Unterdruck im Mittelohr über einen längeren Zeitraum, kann es zu einem Umbau der Innenauskleidung des Mittelohres kommen, die dabei deutlich an Dicke zulegt. Zudem kann es zu einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr kommen, die einen schmerzhaften Paukenerguss verursachen kann.

Weiterhin besteht durch eine längere Einziehung des Trommelfells nach innen nicht nur ein erhöhtes Entzündungsrisikos des Mittelohrs, sondern auch die Gefahr einer Trommelfellverwachsung, die in signifikanten Hörschädigungen resultieren kann.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen