Schnupfen Nase zu: Begleiterscheinungen

Nase zu + die Augen tränen

© PantherMedia / Alice Day

Eine verstopfte Nase bei Schnupfen kann zu tränenden Augen führen. Dahinter steckt eine Blockierung der ableitenden Tränenwege. Im folgenden Text soll auf die medizinischen Fakten und den biologischen Zusammenhang von tränenden Augen mit einer verstopften Nase näher eingegangen werden.

Medizinische Fakten

Ein Schnupfen beginnt häufig mit einer juckenden Nase und leichtem Nasenausfluss. Nach ein bis zwei Tagen bildet sich dann vermehrt Sekret und die Schleimhäute schwellen an, wodurch die Nase verstopft. Die Atmung ist behindert und es kann zu drückenden Kopfschmerzen kommen. Ein typisches Symptom bei starkem Schnupfen und einer verstopften Nase sind zudem tränende Augen. Dabei sind die tränenableitenden Wege blockiert und die Tränenflüssigkeit fließt nicht mehr ab, sondern rinnt entweder aus einem Auge oder aus beiden Augen heraus. Häufig geht der Tränenfluss mit einem Brennen der Augen einher.

Biologischer Zusammenhang

Die Tränendrüsen des Auges produzieren beständig Tränenflüssigkeit. Diese wird durch den Lidschlag gleichmäßig auf dem Auge verteilt und bedeckt es wie ein dünner Film. Ihre Aufgabe ist es, die Hornhaut der Augenoberfläche vor dem Austrocknen zu bewahren, zu ernähren und zu reinigen. Mit jedem Lidschlag wird überschüssige Tränenflüssigkeit in den Augeninnenwinkel transportiert. Von dort fließt sie über den Tränensack (Saccus lacrimalis) und den Tränen-Nasen-Gang (Ductus nasolacrimalis) in die Nasenhöhle und von dort in den Rachen, wo sie geschluckt werden kann. Bei einem Schnupfen schwellen die Nasenschleimhäute der Nasenhaupthöhle als Folge entzündlicher Prozesse an. Dabei kann es passieren, dass auch benachbarte Strukturen wie der Tränen-Nasen-Gang von der Schwellung betroffen sind.[1] Weil der Tränen-Nasen-Gang zwischen knöchernen Strukturen verläuft, kann er sich dabei nicht ausdehnen und verstopft: Die Nase ist „zu“. Die Tränenflüssigkeit kann dann nicht mehr über abtransportiert werden, sie fließt stattdessen zurück ins Auge und tritt über den Lidrand. Es kommt zu tränenden Augen. Je nachdem, an welcher Stelle die tränenableitenden Wege blockiert sind, kann die Tränenflüssigkeit klar sein, aber auch trüb oder eitrig.[2]

Zu beachten

Es kann passieren, dass die Augen auch nach dem Abklingen des Schnupfens weiterhin tränen. Auch ist es möglich, dass sich eine Entzündung über den Tränen-Nasen-Gang auf das Auge ausbreitet. Dauerhaft tränende, geschwollene oder eitrige Augen sollten in jedem Fall von einem Arzt begutachtet werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen