Schnupfen Verstopfte Nase, chronisch: Begleiterscheinungen

Ständig verstopfte Nase u. Durchschlafstörung

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Eine ständig verstopfte Nase kann nicht nur den Alltag negativ beeinflussen, sondern bei anhaltenden Beschwerden auch die Schlafqualität verschlechtern und zu Durchschlafstörungen führen. Im Folgenden sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Tipps näher erklärt werden.

Medizinische Fakten

Wenn über einen längeren Zeitraum eine verstopfte Nase nicht abklingt, spricht man von einer chronischen Nasenverstopfung. Betroffene Personen können nur noch schwer eine Nasenatmung durchführen und wechseln daher sehr häufig zu einer Mundatmung. Eine Mundatmung ruft während der Schlafphase Weckreaktionen hervor, die insgesamt einen unruhigen Schlaf ergeben. Als Begleiterscheinungen bei einer chronischen Nasenverstopfung treten daher häufig Durchschlafstörungen,Tagesmüdigkeit, Gereiztheit, Unkonzentriertheit und Lustlosigkeit im Alltag auf. Daneben treten auch häufiger Halsentzündungen mit Halsschmerzen auf.

Die häufigste Ursache für eine ständig verstopfte Nase ist eine noch nicht erkannteHausstauballergie (oder auch eine andere Allergien). Eine chronische Entzündung mit Polypenbildung sowie eine Deformation der Nasenscheidewand (Nasenscheidewandverkrümmung) können ebenfalls den Luftstrom durch die Nase einschränken. Wenn eine Deformation der Nasenscheidewand (Nasenscheidewandverkrümmung) vorliegt, kann diese durch natürliche Wachstumsvorgänge oder Traumata entstanden sein. Nicht selten tritt sogar eine Kombination aus einer Nasenscheidewandverkrümmung und einer Nasenmuschelschwellung auf.

Auch Medikamentnebenwirkungen (ACE-Hemmer, Beta-Blocker) oder hormonelle Umstellungen während einer Schwangerschaft können zu einer chronisch verstopften Nase führen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Eine verstopfte Nase entsteht durch eine Anschwellung der Nasenmuscheln (Schwellkörper der Nase). Auch beim gesunden Menschen regulieren sie den Luftfluss durch die Nase. Sie sind auch verantwortlich für das Entstehen des Nasenzyklus, der sich alle 4-5 Stunden ändert. Dabei ändert sich die Luftdurchlässigkeit je nach Tageszeit zwischen linker und rechter Nasenseite. Wird eine allergische Reaktion ausgelöst oder breitet sich eine Erkältung aus wird dieser Zyklus gestört. Es resultiert eine ständige Schwellung der Nasenmuscheln. Durch die Applikation eines Nasensprays kann eine akute Schwellung positiv beeinflusst werden. Bei einer längerfristigen Anwendung wird die Schleimhaut aber geschädigt.

Die Nase besitzt neben ihrer Funktion als Atem- und Riechorgan auch noch dieAufgabe der Luftbefeuchtung und Lufterwärmung. Wenn es durch eine Nasenverstopfung zu einer Mundatmung kommt, können diese Aufgaben im Mundraum nicht mehr so effizient erledigt werden. Beim Anhalten einer Nasenverstopfung über einen längeren Zeitraum steigt die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer Erkältungskrankheit oder Grippe (Influenza) zu infizieren. Grund sind zum einen leichte lokale und temporäre Abkühlungen, die die Effektivität des Immunsystems herabsetzen, sowie eine Senkung der Feuchtigkeit des Mund-Halsraums. Dies erhöht die Zähigkeit des Schleims und führt zu einem erschwerten Abtransport. Insgesamt können dadurch Krankheitserreger leichter das Gewebe infizieren.

Zu beachten

Nasensprays sind für die akute Anwendung entwickelt worden und sollten nicht zur Linderung chronischer Nasenverstopfungen verwendet werden. Personen, die von einer chronischen Nasenverstopfung betroffen sind, sollten einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen einzuschränken und den richtigen therapeutischen Ansatz zu finden.


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