Schnupfen Verstopfte Nase: FAQ

Verstopfte Nase frei bekommen (lösen)

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Eine verstopfte Nase ist Folge einer Schleimhautschwellung in diesem Bereich. Obwohl Schnupfen ein harmloses Symptom ist, kann es den Alltag beeinträchtigen. Das Atmen fällt schwerer, die Riech- und Geschmackssinne sind eingeschränkt und das Allgemeinbefinden ist verschlechtert. Ursächlich sind häufig Erkältungsviren oder Allergien. Bei einer normalen Erkältung verschwindet der Schnupfen meist nach einer Woche. Andere Ursachen können auch eine besonders empfindliche Reaktion auf Rauch, Staub, Chemikalien (Chlor) oder Medikamente (ACE-Hemmer, Psychopharmaka, Antiallergika) sein.[1]

Behandlung bei verstopfter Nase

Da eine verstopfte Nase den Alltag sehr beeinträchtigen kann, möchte der Betroffene schnell den Schnupfen loswerden. Eine Reihe von allgemeinen Maßnahmen, Hausmitteln und Medikamenten können dabei hilfreich sein.

Allgemeine Maßnahmen

Es gibt ein paar einfache Dinge, die bei einer verstopften Nase berücksichtigt werden sollten. Zum einen sollte viel Flüssigkeit zu sich genommen werden damit der Schleim sich lösen kann und abfließt. Fest sitzender Schleim hat den Nachteil, dass er die Nasennebenhöhlen verstopfen kann. Das verstärkt das Krankheitsgefühl und birgt die Gefahr einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).

Zum anderen sollte auch darauf geachtet werden, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Das reizt die Schleimhaut der Nase. Feuchte Tücher aufhängen oder breite Schalen mit Wasser aufstellen kann helfen die Raumluft anzufeuchten. Mehrmals am Tag lüften und spazieren gehen lassen die Schleimhäute abschwellen und befreit die Nase.[2] Zudem sollte Rauchen (auch passiv), verrauchte oder staubige Räume und schleimhautreizende Gifte (Noxen), wie Chlor, zu aggressive ätherische Öle sowie Lösungsmittel gemieden werden.[1]

Es sollte kurzfristig auch auf Sport verzichtet werden. Körperliche Schonung ist wichtig.

Wenn der Schnupfen nicht weg geht, muss an eine allergische Ursache gedacht werden. Meist treten dabei auch rote Augen, Tränen und Juckreiz auf.[3] Es sollte darauf geachtet werden wann (Tageszeit, Jahreszeit) und wo (Zuhause, bei Freunden, am Arbeitsplatz) die Beschwerden auftreten. Dies kann sowohl der Person helfen die Ursache zu meiden, als auch den Arzt dabei unterstützen das Allergen zu finden.[4]

Es kann schon prophylaktisch eine Menge gegen häufige Erkältungen getan werden. Eine ausgeglichene Ernährung, Ausdauersport (Schwimmen, Nordic Walking, Joggen, Fahrrad fahren) und die Gewöhnung des Körpers an kühlere Temperaturen im Herbst und Winter (durch Saunagänge, nicht zu warmes Duschen) können dem Immunsystem helfen sich zu wappnen. Auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle. Viel Stress oder zu wenig Schlaf schwächen das Abwehrsystem.[5]

Hausmittel

Inhalieren ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Schleimhäute zu befeuchten und abschwellen zu lassen. Zudem verflüssigt es den Schleim und spült die Krankheitserreger heraus. Hierzu einen Topf mit heißem Wasser nehmen und darin einen Teelöffel Salz auflösen. Den Kopf über den Topf halten und ein Handtuch darüber legen. Andere Zusätze wie Kamille, Salbei, Ingwerscheiben oder Thymian können dazu entzündungshemmend und antibakteriell wirken.[6] Bei Kindern sollte ein Inhalationsgerät verwendet werden, da sonst die Gefahr der Verbrennung zu hoch ist. Die Inhalation sollte bis zu vier Mal täglich wiederholen.

Auf dem gleichen Prinzip beruht die Nasendusche. Eine solche mit lauwarmen Wasser und etwas Salz füllen. Die Dusche in ein Nasenloch halten und das Wasser hindurch fließen lassen. Die leichte Salzlösung lässt die Schleimhäute abschwellen und spült den Schleim und Erreger herraus. Nicht mehr als einen Teelöffel Salz verwenden, das es sonst die Schleimhäute austrocknen könnte. Auch die Nasendusche mehrmals am Tag verwenden.

Erkältungstees sind ein weit verbreitetes Haumittel. Zum einen ist viel trinken ohnehin wichtig und zum anderen wirken einige Pflanzen und Kräuter besonders symptomlindernd. Kamillentee wirkt entzündungshemmend, antioxidierend (Radikalfänger) und anthistaminerg (antiallergen), Weidenrindentee schmerzstillend, Holunderblütentee entzündungshemmend und schleimlösend und Lindenblütentee entzündungshemmend und schmerzstillend.[7] Thymian und Primel wirken schleimlösend. Es kann auch dünn geschnittener Ingwer zum Tee aufgesetzt werden. Ingwer enthält ätherische Öle und wirkt so antibakteriell und entzündungshemmend.

Einige Nahrungsmittel können auch hilfreich sein. Gerade bei Schnupfen ist der Geschmack eingeschränkt, wodurch der Appetit vermindert ist. Doch der Körper braucht Nährstoffe, um die Erkältung zu bekämpfen. Es bietet sich besonders eine Hühnersuppe an, da sie viele Nährstoffe enthält und gut gewürzt schmeckt sie auch bei Schnupfen.[7]

Medikamente

Es gibt eine Reihe von Tabletten, Sprays, Tropfen und Säften, die schleimlösend oder schleimhautabschwellend wirken.

Abschwellende Nasentropfen/ Sprays beinhalten Wirkstoffe wie Xylometazolin (Ortiven, Imidin, Balkis), Oxymetazolin (Nasivin, Wick Sinex) oder Phenylephrin (Visadron, Mydriasert, Doregrippin). Sie sind zur örtlichen Anwendung geeignet. Sie wirken alpha- sympathomimetisch (stimulieren den Sympathikus). Die Gefäße der Nasenschleimhaut werden eng gestellt. Durch die Minderdurchblutung schwellen die Schleimhäute ab und die Nasengänge werden erweitert. Da sich der Körper daran gewöhnen kann und die Gefahr einer Sucht besteht, sollte das Nasenspray nur bei starken Beschwerden und nicht länger als eine Woche genommen werden.[8] Nachteilig ist auch, dass durch die erweiterten Nasenwege weitere Viren und Bakterien in den Nasen- Rachen- Raum gelangen und so zu einer Sinusitis führen können.[9]

Normales Nasenspray (Emser, Altapharma Meerwasser Nasenspray, St.Benedikt Nasenspray) mit isotonischer Salzlösung (der gleiche Menge Salz wie im Blut des Menschen) befeuchtet und reinigt die Schleimhäute schonend. Somit sind sie auch für leichten Schnupfen geeignet. Zudem besteht keine Suchtgefahr.

Einige Tabletten und Säfte wirken schleimhautabschwellend und beinhalten die gleichen Wirkstoffe wie die Tropfen. Der Unterschied besteht darin, dass sie durch die Aufnahme über den Magen in das Blut gelangen und im ganzen Körper wirken können. Das kann vermehrt zu Nebenwirkungen führen.[10]

Andere Tabletten oder Säfte beruhen auf pflanzlicher Basis und wirken schleimlösend (Eisenkraut, Eukalyptus (Exeu) gelber Enzian, Sauerampfer, Holunder, Thymian (Thymian-ratiopharm, Soledum), Efeu (Sinupret, Bronchipret).[11] Dadurch wird fest sitzender Schleim gelöst und Krankheitserreger schneller abtransportiert. Das kann besonders von Vorteil sein, wenn die Nasennebenhöhlen mitbetroffen sind.

Zu beachten

In der Regel ist Schnupfen ein normales und ungefährliches Symptom bei einer Erkältung.

Abschwellende Nasentropfen sollten deshalb nicht häufiger als drei Mal täglich und höchsten sieben Tage lang genommen werden. Es besteht sonst die Gefahr der Gewöhnung und der Sucht.[8]

Tritt auch nach zwei Wochen keine Besserung auf, wollte ein Arzt konsultiert werden, da sich eine Allergie dahinter verbergen könnte. Das gleiche gilt für einseitiges und eitriges Nasenlaufen! Es könnte sich um einen Fremdkörper oder in seltenen Fällen um einen Tumor handeln.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen