Schnupfen Verstopfte Nase: Ursachen

Verstopfte Nase (durch Stress)

© PantherMedia / Olaf von Lieres

Eine verstopfte Nase ist lästig und unangenehm. Die meisten Menschen leiden im Rahmen einer Grippe oder Erkältung vor allem in den Wintermonaten an einer verstopften Nase. Es fällt dabei auf, dass einige Menschen anfälliger für eine verstopfte Nase sind als andere. Das könnte am Stress liegen, dem ein Mensch ausgesetzt ist.

Wie Stress auf den Körper wirkt, warum durch ihn eine verstopfte Nase entstehen und was dagegen getan werden kann, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Stress hat, wenn er nur kurzzeitig anhält, viele positive Wirkungen auf den Körper. Zum Beispiel verstärkt er die Aufnahmebereitschaft. Stress, der über einen längeren Zeitraum, etwa Monate oder sogar Jahre anhält, hat allerdings ausschließlich negative Auswirkungen auf den Körper. Stress kann zum Beispiel die Funktion des Immunsystems reduzieren. Die Folge sind häufigere Infektionen mit Viren oder auch Bakterien und eine häufig verstopfte Nase.

Auch Emotionen an sich können eine Form von Schnupfen hervorrufen, welche auch als idiopathische oder vasomotorische Rhinitis bezeichnet wird. Diese Diagnose ist eine Ausschlussdiagnose, welche dann vorliegt, wenn alle anderen Rhinitisformen ausgeschlossen werden können.[1]

Biologischer Zusammenhang

Stress stellt eine große zusätzliche Belastung für den Körper dar. Zum Beispiel erhöhen sich der Herzschlag und die Durchblutung. Für die Reaktionen des Körpers bei Stress wird Energie benötigt, die in anderen Bereichen reduziert wird. So wird bei anhaltendem Stress zum Beispiel die Funktion des Immunsystems gemindert. Das kann sich bildlich etwa so vorgestellt werden, dass die Zahl der im Blut zirkulierenden Abwehrzellen reduziert wird. Dadurch werden in den Körper eindringende Krankheitserreger nicht mehr so schnell erkannt. Bis sie entdeckt und bekämpft werden, vergeht eine viel längere Zeitspanne als sonst. Somit können Menschen unter Stress viel anfälliger für Infektionen werden.

Wird eine verstopfte Nase direkt durch bestimmte Emotionen verursacht, liegt eine sogenannte idiopathische Rhinitis vor. Idiopathisch bedeutet, dass die Ursache hier nicht vollkommen klar ist. An den genauen Mechanismen wird derzeit geforscht.[2]

Zu beachten

Grundsätzlich gilt, dass Erkrankungen am besten wieder abheilen, wenn die Ursache beseitigt ist. Bei einer verstopften Nase, die durch Stress bedingt ist, hilft es für den Moment, wenn die Nase durch Nasenspray, Dampfbäder oder Inhalationen freigemacht wird. An der eigentlichen Ursache ändern diese Behandlungsmethoden nichts, somit wird der Schnupfen immer wiederkehren.

Um Schnupfen, der durch Stress bedingt ist, langfristig loszuwerden, muss die Ursache beseitigt werden. Dazu muss individuell festgelegt werden, was die Ursache des Stresses ist. Das kann der Beruf, die familiäre Situation oder eine allgemeine Überforderung sein. Wichtig ist es, diesen Stress nicht einfach zu ignorieren, sondern tatsächlich etwas dagegen zu tun. Da Stress langfristig verschiedene Körperbereiche und nicht nur die Nase schädigen kann, gilt: Je früher, desto besser![3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen