Schnupfen Verstopfte Nase: Ursachen

Verstopfte Nase (durch Verspannung)

© PantherMedia / Piotr Marcinski

Ständiger Schnupfen, geräuschvolles Einatmen, ein unangenehm trockener Mund und oftmals auch eine nasale Aussprache – hinter einer chronisch verstopften Nase muss nicht zwangsläufig eine Entzündung stecken. Verantwortlich dafür kann auch eine verspannte Nasenmuskulatur sein.[1]

Medizinische Ursachen

Wichtige Funktionen der Nase sind die Erwärmung sowie die Befeuchtung der eingeatmeten Luft. Aus diesem Grund sind die Nasenschleimhäute sehr gut durchblutet und selbst bei gesunden Menschen immer leicht angeschwollen. Allerdings nie gleichzeitig: in einem sechsstündigen Rhythmus wechseln sich rechtes und linkes Nasenloch ab.[2]

Die Ursachen für eine verstopfte Nase können vielfältig sein. Häufig sind Viren (Influenza-, Rhino- oder Adenoviren) verantwortlich für eine entzündliche Schwellung der Nasenschleimhaut. Darüber hinaus kann es aufgrund einer Übererregbarkeit auf körperfremde Stoffe wie z.B. Pollen oder Milben zu einem allergischen Schnupfen kommen.[3]

Doch auch die Verspannung des Muskulus nasalis, des Nasenmuskels, kann zu einer chronisch verstopften Nase führen. Die Betroffenen leiden unter Schnupfen, Geruchsverlust und Schmerzen, oftmals auch im Bereich der Nasenneben- und Kieferhöhlen. Während bei Schmerzen in der Stütz- und Haltemuskulatur oftmals Fehlbelastungen in Frage kommen, sieht es bei den Gesichtsmuskeln, die zu der so genannten mimischen Muskulatur gehören, etwas anders aus.[4][1]

Biologischer Zusammenhang

Bei körperlichem oder auch emotionalem Stress kontrahieren sich die feinen Muskelfasern, ohne dass danach jedoch eine Entspannung folgt. Wird diese Daueranspannung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, können die kleinen Blutgefäße die Muskelfasern nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgen, was zu Schmerzen führt. Auf diese Schmerzen wiederum reagiert der Körper mit einer erneuten Anspannung der Muskeln, was dann zu noch stärkeren Schmerzen führt – ein Teufelskreis.[5][4]

Da die Durchblutung nicht mehr ausreichend gewährleistet ist, verändert sich mit der Zeit das Muskelgewebe. Muskelzellen im Dauereinsatz können anfallende Stoffwechselprodukte wie z.B. Lactat nicht mehr in dem Maß entsorgen, wie sie entstehen und der pH-Wert des betroffenen Gewebes wird zunehmend saurer. Dies führt dazu, dass die Zellen schließlich absterben und allmählich durch Bindegewebe ersetzt werden. Der Muskel wird hart und knotig – Muskelverhärtungen, so genannte Myogelosen entstehen.Im Fall des Muskulus Nasalis können Muskelverhärtung dazu führen, dass die Nasenlöcher eingeengt werden und somit die freie Atmung erschwert wird. Die Nase der Betroffenen fühlt sich „verstopft“ an.[7][6]

Was zu beachten ist

Myogelosen können sehr druckempfindlich sein. Werden diese fachkundig nach Methode der sensomotorischen Körpertherapie massiert, lockern sie sich allmählich. Auch die mimische Muskulatur und das Bindegewebe über den Nasennebenhöhlen können bei Bedarf mitbehandelt werden. Dies kann relativ schnell zu einer freien Nase und einer erleichterten Atmung führen.[1]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen