Erkältung Mit Husten: Im Alltag

Reizhusten nach Erkältung geht nicht weg

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Nach einer Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) kann Reizhusten noch mehre Wochen lang auftreten. Der anhaltende starke Husten kann für Betroffene unangenehm und belastend sein.

Reizhusten geht nicht weg? Mögliche Ursachen, Tipps zur Behandlung und Empfehlungen, wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, werden im Folgenden erläutert.

Fakten zum Thema

Eine typische Erkältung dauert in der Regel bis zu 10 Tage. Meistens sind dann alle Symptome verschwunden und der Körper wird kräftiger.

Anders sieht es mit dem Husten aus. Dieser kann auch noch bis zu 3 Wochen nach dem Höhepunkt der Erkältung bestehen bleiben. Wie eine Metaanalyse amerikanischer Wissenschaftler ergab, dauert der erkältungsbedingte Husten im Schnitt 17,8 Tage. Also eine Woche länger als die restlichen Symptome. [1]

Behandlungsmöglichkeiten

Reizhusten kann sehr unangenehm sein. In vielen Fällen können die Beschwerden aber glücklicher Weise mit einfachen Mitteln gelindert werden. Dazu können zum Beispiel Kräutertees selbst zubereitet werden. Wohltuend wirken hier Eibischwurzel, Spitzwegerich und Isländisch Moos. Frische Kräutertees unterstützen die Abheilung von Entzündungen, die einen Reizhusten verursachen können. Außerdem wird die Durchblutung angeregt und somit die Abwehrreaktion beschleunigt.

Einen lindernden Effekt haben auch

  • Dampfbäder mit Kamillenblüten
  • Inhalationen mit Meersalz
  • Lutschpastillen

Mit warmen Halswickeln können die Schleimhäute beruhigt und der Hustenreiz gemindert werden. Dazu müssen Kartoffeln oder Leinsamen gekocht und zu einem Brei verarbeitet werden. Dieser wird warm in ein Leinentuch gegeben und hiermit fest um den Hals gelegt.[2]

Risiken

Bei Reizhusten besteht immer die Gefahr, dass er durch andere Faktoren als die Erkältung verursacht wurde. Bei einer Erkältung können sich die Krankheitserreger sehr leicht weiter im Körper ausbreiten und andere Bereiche wie die Luftröhre (Trachea), die Bronchien oder die Lunge befallen. Die größte Gefahr bei oder nach einer Erkältung ist die Entstehung einer Lungenentzündung (Pneumonie).

Eine Pneumonie geht schon für ansonsten gesunde Menschen mit starken Beschwerden einer. Für Kinder und ältere Menschen sowie für Menschen mit einer Schwäche des Immunsystems kann sie lebensgefährlich werden. Ein Arzt sollte deshalb immer zur Abklärung aufgesucht werden, wenn Reizhusten länger als drei Wochen nach einer Erkältung bestehen bleibt oder weitere Symptome, wie zum Beispiel Fieber (Pyrexie) oder atemabhängige Schmerzen, hinzukommen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung