Erkältung Mit Husten: Im Alltag

Trockener Husten nach Erkältung geht nicht weg

© PantherMedia / Piotr Marcinski

Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) geht fast immer mit Husten (Tussis) einher. Trockener Husten kann sehr unangenehm sein und länger als andere Erkältungssymptome andauern.

Der trockene Husten geht nicht weg: Wie trockener Husten entsteht und warum er nach einer Erkältung noch bestehen bleiben kann, soll im Folgenden erörtert werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren oder seltener durch Bakterien bedingt ist. Diese Krankheitserreger verursachen lokale Entzündungen der Schleimhäute im Rachen-Hals- und Nasenbereich. Dadurch kommt es zu den klassischen Erkältungssymptomen wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis) und Heiserkeit (Dysphonie).

Normalerweise ist eine Erkältung nach einem Erkrankungszeitraum von 10 Tagen überstanden. Beim Husten kann dies aber anders aussehen. Dieser kann auch noch 3 Wochen nach dem Höhepunkt der Erkältung nicht vollständig abgeklungen sein.[1]

Dauer des trockenen Hustens während einer Erkältung

Wissenschaftler fanden in einer Metaanalyse heraus, dass erkältungsbedingter Husten im Schnitt 17,8 Tage andauert. Also über sieben Tage länger als alle anderen Erkältungssymptome. Es wird vermutet, dass die Halsschleimhaut so stark gereizt werden kann, dass sie nach Abklingen der Erkältung erst langsam wieder verheilt. [2]

Bleibt trockener Husten länger als zehn Tage nach einer Erkältung bestehen, ist dies ungewöhnlich. Dieser Umstand kann aber zum Beispiel einfach durch Umweltfaktoren hervorgerufen werden: Staub, Chemikalien oder Fremdkörper können die Schleimhaut immer wieder aufs Neue reizen und dafür sorgen, dass der Husten nicht abklingt.

Weitere mögliche Ursachen

Trockener Husten kann aber auch durch andere Faktoren verursacht werden. Quälender trockener Husten ist auch ein Anzeichen für die Grippe, Influenza. Außerdem kann trockener Husten verursacht werden durch folgende Erkrankungen:

  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Rippenfellentzündung (Pleuritis)
  • Lungenkollaps (Pneumothorax)

Bleibt trockener Husten über zwei Wochen nach dem Abklingen einer Erkältung bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.[3]

Tipps zur Vorbeugung

Einem trockenen Husten vorzubeugen, ist in der Regel kaum möglich. Die Beschwerden können aber deutlich reduziert werden. Um bei einem trockenen Husten die Symptome zu lindern, muss die Schleimhaut des Halses feucht gehalten werden. Dies ist durch Inhalationen mit Kochsalz oder Hausmittel wie einem Kamillendampfbad möglich. Außerdem können Halsbonbons gelutscht werden. Heiße Kräutertees helfen ebenfalls, da sie wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise ätherische Öle enthalten, welche die Abheilung der Entzündungen unterstützen.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung