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Influenza A Ansteckung

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Die Influenza A, auch echte Grippe genannt, zählt zu einer der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Sie nimmt im Vergleich zum grippalen Infekt meist einen heftigeren Verlauf, ist hochansteckend und kann unter bestimmten Voraussetzungen zu schwerwiegenden Komplikationen führen.[1]

Nachfolgend werden die biologischen Hintergründe und Informationen zur Ansteckung mit der Influenza A beschrieben.

Medizinische Fakten

Die Influenzaviren sind RNA-Viren, die der Familie der Orthomyxoviridae zugeordnet werden. Ihnen gehören 3 Typen an: A, B und C. Die Orthomyxoviren bestehen aus segmentierten RNA Einzelsträngen. Das Besondere dieser RNA-Viren im Vergleich zu DNA-Viren ist, dass die RNA Polymerase (Enzym, welches das Genom vervielfältigt) über keine Fehlerkorrekturfunktion (Proofreading) verfügt, was zu einer deutlich erhöhten Mutationsrate führt.

Influenza B tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, mit einem milderen Verlauf im Vergleich zur Influenza A. Influenza C spielt bei dem Menschen nur eine untergeordnete Rolle.

Die schwersten Erkrankungen sind auf die Influenza A zurückzuführen. Die Viren infizieren neben dem Menschen auch andere Säugetiere und sind unter Vögeln weit verbreitet. Die Influenza A-Viren sind hier die häufigste Ursache für Epidemien und Pandemien.[2]

Die Influenza A ist sehr virulent (stark krankmachend) und es reichen schon wenige Viruspartikel aus, um eine Ansteckung zu verursachen. Infizierte Personen sind bereits 1-2 Tage vor Eintritt der ersten Symptome und noch etwa 1 Woche nach dem Abklingen der Anzeichen ansteckend.[3]

Biologischer Zusammenhang

Influenzaviren gelangen durch Mund und Nase in die Atemwege, wo sie Epithelzellen (Zellen des Deckgewebes) des Respirationstraktes infizieren. Die Verbreitung des Virus (Replikation) findet sowohl in den oberen als auch in den unteren Atemwegen statt.[4] Hierzu zählen Zellen der folgenden Epithelien:

  • Nasenschleimhaut (Mucosa nasi)
  • Nebenhöhlen (Sinus paranasales)
  • Rachen (Pharynx)
  • Luftröhre (Trachea)
  • Luftwege der Lunge (Bronchien und Bronchiolen)
  • Luftbläschen (Alveolen).[5]

Infektion

Die Ansteckung erfolgt prinzipiell über 3 Wege:

  • Durch Kontaktinfektion: Die Infektion erfolgt durch die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch.
  • Durch Schmierinfektion: Die Übertragung der Viren erfolgt über die Benutzung gleicher Gegenstände (z. B.: Telefon, Türklinke, Toilette).
  • Durch Tröpfcheninfektion: Die Ansteckung erfolgt durch Niesen, Sprechen oder Husten über Aerosole (Gemisch aus flüssigen oder festen Stoffen mit einem Gas) in der Luft.[6]

Aufgrund der hohen Variabilität der Influenza A-Viren, lässt sich eine Ansteckung durch eine Grippeimpfung nicht zu 100 % vermeiden. [7]

Ältere Personen (über 60 Jahre), Säuglinge und Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen und chronisch Kranke zählen zu den sogenannten Risikogruppen. Da der schwere Krankheitsverlauf, der mitunter auch tödlich sein kann, insbesondere in den genannten Risikogruppen auftritt,[8]ist hier eine jährliche Grippeimpfung zu empfehlen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe