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Influenza A Inkubationszeit

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Die Inkubationszeit der Influenza A liegt zwischen ein und vier Tagen. Beeinflusst wird sie durch verschiedene Faktoren. Welche medizinischen Fakten zur Inkubationszeit der Influenza Typ A bereits nachgewiesen wurden und warum Prävention (Vorbeugung) so wichtig ist, beschreibt der folgende Text.

Medizinische Fakten

Die Inkubationszeit, d.h. der Zeitraum zwischen einer Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome, ist nach Kontakt mit Influenza-A-Viren sehr kurz im Vergleich zu anderen Erregern von Atemwegsinfektionen. In der Regel treten die ersten Symptomeinnerhalb von ein bis vier Tagen auf. Abhängig ist die Inkubationszeitvom Immunsystem des Betroffenen, der Infektionsdosis sowie dem Erreger. [1] Eine aktuelle Übersichtsstudie zeigte erstaunlicherweise, dass im Durchschnitt bereits nach nicht einmal 34 Stunden erste Anzeichen der Erkrankung auftreten. Damit bricht die Infektion mit dem Influenza-Virus deutlich schneller aus als mit anderen Erregern von Atemwegserkrankungen, wie etwa Adeno-, Corona-, Masern-, Parainfluenza-, RSV- oder Rhinoviren. [2]

Beeinflussen lässt sich die Inkubationszeit leider kaum, doch scheint die Erkrankung bei jüngeren Menschen deutlich später auszubrechen als bei älteren.[3] Zum Glück verläuft die Erkrankung nicht bei jeder Infektionheftig und schnell (fulminant); bei etwa 80 % der Erkrankten zeigen sich allenfalls leichte Erkältungssymptome. [4]

Prävention (Vorbeugung)

Die Prävention (Vorbeugung) einer Ansteckung mit Influenza A ist von besonderer Bedeutung, denn durch jede Influenza-Welle sterben in Deutschland schätzungsweise 8.000–11.000 Menschen. [5] Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfehlen die jährliche Impfung gegen die saisonalen Grippe-Erreger, insbesondere für Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (Trimenon), ältere Menschen über 60 Jahre, Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund eines Grundleidens und medizinisches Personal. Darüber hinaus lässt sich mittels Expositionsprophylaxe (Beeinflussung derUmgebung in einer Weise, dass das Infektionsrisiko ausgeschlossen oder deutlich verkleinert wird, z.B. durch Vermeidung des Kontakts mit Erkrankten, regelmäßiges Händewaschen und häufiges Lüften) die Gefahr einer Erkrankung minimieren. Zu guter Letzt stehen bei erfolgtem oder unvermeidbarem Kontakt antivirale Arzneimittel zur prä- (vor Kontakt mit dem Erreger) oder postexpositionellen (nach Kontakt mit dem Erreger) Anwendung zur Verfügung (z.B. Osteltamivir, Zanamivir, Amantadin). [6]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe