Grippe: Prävention

Grippe Ansteckung vermeiden

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Vorbeugung oder auch Prävention (lat. praevenire= zuvorkommen) bezeichnet alle Maßnahmen zur Abwendung unerwünschter Ereignisse oder Zustände, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit eintreffen werden, wenn diese Maßnahmen nicht ergriffen würden.[1] Alle medizinischen Fakten zu Präventionsmaßnahmen bei einer Grippe und die möglichen Risiken sowie gefährdete Personengruppen sollen im Folgenden thematisiert.

Medizinische Fakten

Unter Prävention werden alle geeigneten Maßnahmen verstanden, um eine Krankheit zu vermeiden, zu verzögern oder den Verlauf abzuschwächen. Unterschieden wird dabei zwischen

  • Primärprävention
    Maßnahmen, wie sich Gesunde vor dem Ansteckungsrisiko schützen können.
  • Sekundärprävention
    alle Vorsorgemaßnahmen, um Krankheiten frühzeitig erkennen (diagnostizieren) und Betroffene behandeln (therapieren) zu können.
  • Tertiärprävention
    Maßnahmen, um nach Krankheiten Rückfälle und Folgeschäden zu verhindern.

Darüber hinaus wird zwischen zwei Ansätzen von Prävention unterschieden: der Verhaltensprävention und der Verhältnisprävention.[2]

Verhaltensprävention beschreibt, was der Einzelne selbst tun kann, um eine Ansteckung zu vermeiden, wie z.B. regelmäßiges Händewaschen, sowie Meiden von Menschenansammlungen. Bereits Betroffene sollten in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge niesen, um eine Ansteckung anderer Personen zu vermeiden.[3]

Die Verhältnisprävention beschreibt alle Maßnahmen, die sich an sozialen, ökonomischen, organisatorischen oder auch technischen Bedingungen des Lebensumfelds orientieren.[4]

Präventionsmaßnahmen

Die sicherste und einzige Präventionsmaßnahme gegen eine echte Grippe (Influenza) ist die Impfung vor der Grippesaison bzw. dem Auftreten der ersten Grippeerkrankungen.

Impfungen schützen nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gemeinschaft. Je mehr Menschen gegen Grippe geimpft werden, desto geringen ist die Gefahr für nicht geimpfte Personen, sich mit einer Grippe anzustecken.[5]

Händewaschen – Wichtig: Die Zwischenräume der Finger nicht vergessen. Denn die meisten Krankheiten werden über die Hände übertragen.
Niemals bereits von Infizierten benutzte Handtücher verwenden!

Darüber hinaus haben sich folgende Maßnahmen bewährt, um vor einer Ansteckung mit Grippe zu schützen:[6]

  • Menschenansammlungen meiden
  • Abends die Nase spülen
  • Eine ausgewogene Ernährung
  • Ein Kombinationspräparat aus Vitamin C und Zink
  • Regelmäßige warme Fußbäder
  • Reichlich trinken
  • Regelmäßiges Lüften
  • Wechselduschen um die Durchblutung anzuregen
  • Viel Schlaf [7]

Zu beachten

Rauchen schädigt die Immunabwehr und macht es den Grippeviren leicht, sich auf den Schleimhäuten einzunisten. Daher sind Raucher trotz Impfung stärker gefährdet, an Influenza zu erkranken.

Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß dürfen nicht mit herkömmlichen Impfstoffen geimpft werden, da der Impfstoff aus bebrüteten Hühnereiern hergestellt wird.[9]

Spätestens beim anhaltendem Fieber (Pyrexie) sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Speziellen Risikogruppen bei der Grippe

  • Schwangere
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • Ältere Menschen
  • Chronisch Erkrankte
  • Personen mit einem eingeschränkt funktionstüchtigen Immunsystem
  • Personen bestimmter medizinischer Berufsgruppen

Zählen die Betroffenen zu einer solchen Risikogruppe, kann die Grippe komplikationsreich verlaufen. Aus diesem Grund ist eine jährliche Grippeimpfung unbedingt zu empfehlen.[10]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe