Halsschmerzen Beim Kind: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und Fieber bei Kindern

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Halsschmerzen (Pharyngitis) und Fieber (Pyrexie) können bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen auftreten, wobei Kinder häufiger als Erwachsene betroffen sind. Fieber und Halsschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben, treten jedoch meist im Zusammenhang mit einem grippalen Infekt auf.

Wie Halsschmerzen und Fieber bei Kindern entstehen, was dabei im Körper passiert und welche Risiken beachtet werden müssen, soll im Folgenden dargelegt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen und Fieber kommen bei Kindern nicht selten vor und können durch eine Reihe unterschiedlicher Erkrankungen verursacht sein. In den meisten Fällen liegen diesen Symptomen virale (in manchen Fällen auch bakterielle) Infektionen des Rachens- oder der Mandeln zugrunde. Diese Erkrankungen sind meist nach drei bis vier Tagen überstanden.

Halsschmerzen und Fieber bei Kindern können allerdings auch andere Ursachen haben. So können zum Beispiel auch typische Kinderkrankheiten wie Scharlach oder Pfeiffer’sches Drüsenfieber (Mononukleose) hinter den Beschwerden stecken. In einem solchen Fall ist eine Behandlung zuhause meist nicht mehr ausreichend. Bei Scharlach kann beispielsweise sehr hohes Fieber auftreten. Besteht hohes Fieber über einen längeren Zeitraum kann es den Körper schädigen, anstatt die Heilung zu unterstützen.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Infektionskrankheit werden die Beschwerden meist durch Viren verursacht. Diese dringen in den Körper ein und nutzen körpereigene Zellen zu ihrer Vermehrung. Dadurch zerstören sie Zellen und lösen Entzündungen in den Schleimhäuten aus. Durch lokal ausgeschüttete Entzündungsmediatoren, wie beispielsweise Prostaglandine, werden Halsschmerzen verursacht.

Fieber als Erhöhung der Körpertemperatur wird durch eine Sollwert-Erhöhung durch den Hypothalamus reguliert. Dieser registriert die normale Körpertemperatur von etwa 37°C als zu niedrig und versucht die Temperatur dem neuen Sollwert anzupassen.[1] Die Erhöhung der Temperatur findet durch eine Steigerung des Stoffwechsels sowie vermehrte Muskelarbeit statt. Fieber wird durch Pyrogene hervorgerufen und entsteht auf zwei Arten:[2] Einerseits gibt es Viren und Bakterien, die durch Pyrogene direkt eine Erhöhung der Körpertemperatur auslösen[3]. Anderseits kann eine Erhöhung der Körpertemperatur durch körpereigene Pyrogene hervorgerufen werden. Eine erhöhte Körpertemperatur dient der Beschleunigung von Stoffwechselvorgängen. Sie trägt so dazu bei, dass die Stoffe, die die Krankheitserreger bekämpfen, schneller gebildet und schneller zum Wirkort transportiert werden.[4]

Zu beachten

Kommen während der Erkrankung weitere Symptome, wie Beläge auf Rachenwand und Mandeln, geschwollene Lymphknoten und Hautausschlag und ein starkes Krankheitsgefühl hinzu, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome deuten auf das Vorliegen von Scharlach oder Mononukleose hin und sollten von einem Arzt diagnostiziert und gegebenenfalls behandelt werden. [5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen