Halsschmerzen Beim Kind: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen & Schluckbeschwerden (bei Kindern)

© PantherMedia / Denys Prokofyev

Zu den häufigsten Beschwerden bei Kindern zählen unter anderem auch Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Diese werden in den meisten Fällen durch Infektionskrankheiten ausgelöst. Generell können aber auch andere Ursachen hinter den Beschwerden stecken.

Wodurch Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bei Kindern ausgelöst werden können, was dabei beachtet werden muss und welche Tipps es zur Behandlung gibt, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sind bei Kindern in den meisten Fällen auf eine virale (selten bakterielle) Infektion des Rachens- und/oder der Mandeln zurückzuführen. Diese Erkrankungen dauern meist nicht länger als ein paar Tage an und heilen von selbst und folgenlos aus.

Außerdem können Haschmerzen und Schluckbeschwerden auch durch andere typische Kindererkrankungen verursacht werden. Dazu gehören zum Beispiel eine Mandelentzündung (Angina tonsillaris) oder eine Schwellung der Polypen.[1]

Kinder sind generell noch viel empfindlicher für alle Arten von Erkrankungen. Bei ihnen ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet. Somit können Krankheitserreger leichter in den Körper eindringen. Die Beschwerden können außerdem länger anhalten als bei Erwachsenen, da das Immunsystem längere Zeit benötigt, um Abwehrstoffe zu bilden.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden werden durch viral oder bakteriell verursachte Entzündungen hervorgerufen. Die Entzündung der Schleimhaut bewirkt eine Aktivierung des Immunsystems. Um die Abwehr der Erreger zu beschleunigen, steigt die Durchblutung an. Durch das Anschwellen der Blutgefäße schwellen auch die Schleimhäute an. Der Hals schwillt also zu. So fällt es schwer, das normale Volumen an Speichel oder Nahrung zu schlucken. Halsschmerzen sind eine direkte Reaktion der Schleimhäute auf die Entzündung. Sie werden durch bestimmte Proteine (sogenannte Entzündungsmediatoren) verursacht.[3]

Zu beachten

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden können in der Regel mit einfachen Hausmitteln gut gelindert werden. Gegen Halsschmerzen helfen Kräutertees (lauwarm bei Kindern!), warme Halswickel oder ein Dampfbad mit Kamillenblüten. Sie helfen, die Schleimhäute zu beruhigen. Bei geschwollenen Schleimhäuten, die die Schluckbeschwerden verursachen, kann die Schwellung so reduziert werden und das Schlucken fällt wieder leichter.[4]

Kommt es aber zu weiteren Symptomen wie

  • Belägen auf Rachenwand und Mandeln
  • geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschlag
  • starkes und allgemeines Krankheitsgefühl

sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Hierbei kann es sich um Scharlach oder Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose) handeln. Auch Diphterie oder Epiglottitis (beide mit Atembeschwerden einhergehend) können in Frage kommen. Bei diesen Erkrankungen gilt: Je früher mit den Beschwerden ein Arzt aufgesucht und die Erkrankung behandelt wird, desto besser ist die Prognose und desto schneller werden die Beschwerden wieder verschwinden.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen