Husten Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby hat Husten u. Halsschmerzen

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Husten (Tussis) und Halsschmerzen sind häufige Beschwerden in allen Altersklassen. Auch beim Baby können Husten und Halsschmerzen schon auftreten. Häufig wirken sie sich hier stärker aus, da die Neugeborenen noch kein vollständig entwickeltes Immunsystem besitzen. Welche Ursachen Husten und Halsschmerzen bei Babys haben können, was dabei im Körper abspielt und worauf geachtet werden muss, soll in den folgenden Zeilen erklärt werden.

Medizinische Fakten

Husten und Halsschmerzen treten zusammen meist im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf. Während sie bei Erkältung alleine auftreten können, werden sie bei einer Grippe meist durch andere Symptome wie Fieber (Pyrexie), Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit begleitet. Husten und Halsschmerzen sind in der Regel nicht gefährlich, sie können das Baby aber stark belasten. Insbesondere, wenn weitere Symptome hinzukommen, sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden.

Husten und Halsschmerzen können bei Babys weitaus häufiger auftreten als bei Erwachsenen. Bis zu zehn Infektionskrankheiten pro Jahr gelten als normal.Husten und Halsschmerzen können allerdings auch Anzeichen für andere Erkrankungen sein. [1]

Biologischer Zusammenhang

Im Fall von Infektionskrankheiten werden Husten und Halsschmerzen durch die viral oder bakteriell verursachte Entzündung der Schleimhäute hervorgerufen. Die Krankheitserreger schädigen die Schleimhäute im Hals- und Rachenbereich. Dadurch werden das Immunsystem und lokale Abwehrmechanismen aktiviert. Es kommt zu einer verstärkten Durchblutung der betroffenen Stellen. Dadurch schwellen die Blutgefäße und folglich auch die Schleimhäute an.

Lokal ausgeschüttete Proteine (sogenannte Entzündungsmediatoren) vermitteln die empfundenen Halsschmerzen. Häufiges Weinen des Babys und mangelnder Appetit können auf Halsschmerzen hinweisen. Ein deutliches Zeichen ist es zudem, wenn sich das Baby häufig an den Hals fasst. [2]

Zu beachten

Generell sind Husten und Halsschmerzen nicht gefährlich. Bei Babys können die Schwellung der Schleimhaut und die resultierenden Schluckbeschwerden allerdings dazu führen, dass der Appetit stark abnimmt. Babys, die nicht mehr oder kaum noch essen, sollten spätestens nach zwei Tagen ärztlich behandelt werden. Da Husten und Halsschmerzen auch noch durch andere Erkrankungen außer Infektionskrankheiten verursacht werden können sollte ein Arzt aufgesucht werden wenn:

  • Die Symptome länger als eine Woche bestehen
  • Fieber (Pyrexie) hinzukommt
  • Übelkeit (Nausea) und Erbrechen (Emesis) auftreten [3]

Da Babys sich noch nicht äußern können, müssen die Eltern ihr Baby bei Husten und Halsschmerzen genau unter Beobachtung halten. Insbesondere bei produktivem Husten besteht auch die Gefahr, dass das Baby sich verschluckt. Hier sollten Eltern also ständig verfügbar sein und aufpassen. [4]