Husten Beim Baby: Begleiterscheinungen

Husten u. Heiserkeit (Baby)

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Eine Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) kann in jeder Altersgruppe auftreten, auch Babys bleiben davon nicht verschont. Häufige Symptome dabei sind Husten (tussis) und Heiserkeit (Dysphonie).

Wann genau Husten und Heiserkeit bei Neugeborenen auftreten können, welcher biologische Zusammenhang hinter diesen Erscheinungen steckt und was beachtet werden sollte, wenn Babys heiser sind, wird im Folgenden erörtert.

Medizinische Fakten

Husten und Heiserkeit treten meist gemeinsam als Symptome einer Erkältung oder insgesamt einer Atemwegsinfektion auf. Erkältung oder Grippe sind zwar die häufigste Ursachen für diese Erscheinungen, allerdings nicht die einzigen. Husten und Heiserkeit bei Babys können des weiteren durch allergische Reaktionen, Keuchhusten, Krupphusten und Entzündungen des Kehlkopfes (Epiglottitis) hervorgerufen werden. Meist heilen die Symptome im Zuge einer Erkältung allerdings nach sieben Tagen von selbst aus. [1]

Treten die Symptome während einer Infektionskrankheit auf, sind Schnupfen (Rhinitis), Atembeschwerden, Fieber (Pyrexie), Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit meist weitere Begleiterscheinungen, jedoch variieren diese je nach Intensität der Erkrankung. Die Ursache der ihnen zugrundeliegenden Atemwegsinfektion stellen meist Viren dar, nur selten Bakterien oder gar Pilze. Insgesamt kommen etwa 200 Erreger für eine solche Erkrankung in Frage. Die Ansteckung erfolgt über andere infizierte Personen. [2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei Husten handelt es sich um einen Reflex zum Abtransport von Substanzen aus den Luftwegen. Ist ein Stoff in die Atemwege gelangt und kann durch die Flimmerhärchen auf den Schleimhautzellen nicht abtransportiert werden, kann dieser die Atmung einschränken. Diese Stoffe können zum Beispiel Schleim, Speisereste oder eingeatmete Fremdkörper sein. [3] Um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu sichern, tritt der Hustenreflex zur Entfernung der Fremdkörper ein. Bei einer viral oder bakteriell bedingten Infektion kommt es durch das Immunsystem zur Ausschüttung von Botenstoffen, wie beispielsweise Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen, die zur Anschwellung und Rötung des entzündeten Gewebes und zur vermehrten Produktion von Schleim führen. Dieser besteht aus den zerstörten Krankheitserregern und den anfallenden Abwehrzellen des Körpers. [4]

Heiserkeit dagegen wird durch eine Störung des Mechanismus der Stimmbänder im Kehlkopf hervorgerufen. Auch dies kann auf die Krankheitserreger zurückgeführt werden. Die Entzündung hat dann auf den Kehlkopfdeckel (Epiglottis) und die Stimmlippen (Plicae vocales) übergegriffen. Um einen Ton zu erzeugen, muss durch das dichte Aneinanderführen beider Stimmlippen eine enge Stimmritze gebildet werden. Sind diese allerdings angeschwollen, können sie sich nicht ausreichend annähern – ein veränderter Stimmklang ist die Folge. [5]

Zu beachten

Heiserkeit und Husten treten bei Babys recht häufig auf und heilen meist von selbst nach 7 Tagen wieder aus. Allerdings ist es nicht leicht, zu erkennen, wenn Babys heiser sind. Auch Maßnahmen zum Schonen der Stimme greifen meist nicht. Es sollte darauf geachtet werden, die Schleimhaut des Rachens feucht zu halten, zum einen durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und zum anderen durch den Aufenthalt in einer Umgebung mit nicht zu trockener Luft.

Daher sollte mit dem Neugeborenen regelmäßig an die frische Luft gegangen, aber kalte Luft möglichst vom Gesicht ferngehalten werden. Außerdem ist in den Innenräumen die Luft feucht zu halten (z. B. durch Raumbefeuchter).