Husten Beim Kleinkind: Begleiterscheinungen

Husten u. Fieber (Kleinkind)

© PantherMedia / Robert Hainer

Fieber bei Kleinkindern ist eine häufige Erscheinung, welche jedoch schon durch vermehrtes Herumtoben entstehen kann. Tritt zusätzlich ein Husten auf, kann dies Zeichen einer Erkältung, aber auch einer Bronchitis sein.

Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die Risiken von Husten und Fieber bei Kleinkindern erläutert werden.

Medizinische Fakten

Kleinkinder besitzen normalerweise eine Körpertemperatur zwischen 36,5 bis 37,4 °C. Um Fieber handelt es, wenn Temperaturen von 38°C erreicht werden. Ab 39°C wird von hohem Fieber gesprochen.

Fieber kann isoliert auftreten, wobei die Höhe der Temperatur nicht ausschlaggebend für den Krankheitszustand des Kindes ist. Wenn sich das Kind wohl fühlt und ausreichend trinkt, muss bis 39°C nicht zwangsläufig etwas gegen das Fieber unternommen werden.

Treten Fieber und Husten gemeinsam auf, kann dies Anzeichen einer viral verursachten Infektionskrankheit (Grippe, Erkältung) sein.

Während bei einer Erkältung meist nur leichtes Fieber vorliegt, zeichnet sich eine Grippe durch plötzlich hohes Fieber aus, begleitet von Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Lässt das Fieber nach drei bis vier Tagen nicht nach, muss an eine Bronchitis gedacht werden. Diese macht sich durch zunächst trockenen, später schleimigen gelb-grünlichen Auswurf bemerkbar, mit eventuell vermerkbaren rasselnden Atemgeräuschen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Fieber ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Symptom, welches als Antwort des Körpers auf zB. infektiöse Erreger wie Viren entsteht. Durch die erhöhte Temperatur wird die Vermehrung der Erreger gehemmt, gleichzeitig sind viele Zellen des Immunsystems bei höheren Temperaturen aktiver und können leichter die eingedrungenen Keime bekämpfen und abtöten. Ein wichtiger Grund, das Fieber nicht medikamentös zu senken.

Der Husten kommt durch die im Zuge der viralen Entzündung auftretende Schwellung der Schleimhaut des Atemtrakts zu Stande. Zusätzlich kommt es im oberen Atemtrakt durch die Infektion zur vermehrten Schleimproduktion durch sogenannte Becherzellen. Dieser Schleim dient dem Einfangen der Krankheitserreger und wird in Folge vom Kind abgehustet.[2]

Zu beachten

Im Falle einer Bronchitis muss bei einer Symptomverschlechterung an eine Lungenentzündung (Pneumonie) gedacht werden, weshalb ein Arzt aufgesucht werden soll.

Fieber, welches über mehrere Tage andauert, sollte ärztlich abgeklärt werden. Sollte es zu einem Fieberkrampf kommen (plötzlicher Bewusstseinsverlust, Muskelzucken), muss schon bei 38,5°C eine Fiebersenkung vorgenommen werden.[3]