Husten Beim Kleinkind: Begleiterscheinungen

Husten u. Heiserkeit (Kleinkind)

© leungchopan - Fotolia

Husten wird durch eine Reizung der Atemwege ausgelöst, dessen Ursache sehr unterschiedlich sein kann. Im Falle einer viral bedingten Entzündung der Rachenschleimhäute zeigt sich häufig Heiserkeit als Begleitsymptom. Im folgenden Text sollen die medizinischen Fakten, der biologische Zusammenhang und die Risiken von Husten und Heiserkeit bei Kleinkindern erläutert werden.

Medizinische Fakten

Husten kann isoliert im Zuge einer Erkältung auftreten, bei der die entzündliche Schwellung der Schleimhaut zur Reizung der Atemwege führt. Tritt zusätzlich Heiserkeit auf, kann dies auf eine Entzündung des Kehlkopfes (Laryngitis) hinweisen. Diese kann isoliert oder im Rahmen von viralen Infekten der oberen Atemwege, wie Nase und Rachen, auftreten. Meist ist ein akuter Verlauf zu beobachten, eine Chronifizierung ist allerdings möglich.

Heiserkeit als Leitsymptom bei Erkrankungen des Kehlkopfes ist ein Hinweis auf eine Erkrankung der Stimmlippen. Diese kann sich organisch oder funktionell manifestieren. Die akute Laryngitis äußert sich in erster Linie durch Heiserkeit (Dysphonie) bis zum völligen Stimmenverlust (Aphonie), trockenem, bellendem Husten und Halsschmerzen. In der Regel heilt der Husten unter Schonung der Stimme in wenigen Tagen aus.

Vor allem bei Kleinkindern zwischen dem 18. Lebensmonat und 5. Lebensjahr kann es im Zuge einer Laryngitis zur starken Schwellung des Kehlkopfausganges kommen (Stenose). Gefährliche Atemnot und Anfälle bellenden Hustens („Seehundgebell“) können auftreten. Typisch sind „ziehende“ Geräusche bei der Einatmung (inspiratorischer Stridor). Man spricht von einer stenosierenden Laryngitis bzw. Pseudokrupp (Laryngitis subglottica). Die Symptome stellen sich nachts häufig am stärksten dar.

Biologischer Zusammenhang

Im Zuge von viralen Infektionen setzten sich die Erreger in den Schleimhäuten der oberen Atemwege fest und eine körpereigene Immunreaktion wird ausgelöst:

Es kommt zur vermehrten Durchblutung des betroffenen Areals, wodurch weiße Blutkörperchen (Leukozyten) in großen Mengen in das Gebiet einwandern. Die infizierten Zellen werden abgebaut und der Heilungsprozess beginnt. Das Resultat ist eine Rötung und Schwellung der Schleimhäute, was wiederum zum Auslösen des Hustenreizes führt.

Handelt es sich um eine Laryngitis, ist die Schleimhaut des Kehlkopfes von den entzündlichen Veränderungen mit betroffen. Der Kehlkopf ist ein aus Knorpel und Muskulatur aufgebautes Gerüst. Hier finden sich die Stimmlippen, welche durch Schwingung zur Stimmbildung führen. Ist die Schleimhaut der Stimmlippen geschwollen, resultiert ein geändertes Schwingungsmuster und die Stimme klingt heiser oder fällt unter Umständen vollständig aus.

Bei Kleinkindern, wo der Kehlkopf noch besonders eng ist und höher sitzt, haben Schwellungen eine größere Auswirkung. Es kann hier zu einer starken Verengung des Kehlkopfausgangs kommen (Stenosierung). Man spricht in diesem Zusammenhang vom Krankheitsbild des Pseudokrupps. [1]

Das Auftreten der nächtlicher Hustenanfälle erklärt sich wahrscheinlich durch die besonders niedrige körpereigene Produktion an Glukokortikoiden (Kortison) zwischen 24 Uhr und 4 Uhr, wodurch der Körper schlechter in der Lage ist Entzündungen abzuwehren. [2]

Zu beachten

Heiserkeit und Husten im Zuge einer akuten Laryngitis heilen in der Regel innerhalb von zwei Wochen aus. Wichtig ist eine Schonung des Kehlkopfs und der Stimmlippen. Verschlimmert sich der Krankheitsverlauf oder treten Komplikationen auf, sollte ein Kinderarzt konsultiert werden.

Tritt im Laufe der Erkrankung akute Atemnot auf, ist sofort ein Arzt aufzusuchen! Bei leichteren Fällen kann frische, feuchte Luft eine gute Möglichkeit sein einem Hustenanfall entgegen zu wirken. [1]

Da die Erkrankung durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen wird, ist eine Einschränkung des Kontakts zu anderen Kindern vorübergehend ratsam.