Husten Beim Kleinkind: Begleiterscheinungen

Kleinkind hat Husten u. Schnupfen

© nadezhda1906 - Fotolia

Die Kombination der Symptome Husten und Schnupfen ist kennzeichnend für den Beginn eines grippalen Infektes oder einer Grippe (Influenza). [1] Im nachfolgenden Text wird berichtet, welche medizinischen Fakten, biologischen Zusammenhänge und Risiken im Zusammenhang mit diesen Symptomen bei einem Kleinkind von Bedeutung sind.

Medizinische Fakten

Ein grippaler Infekt wird von einem der 200 Erkältungs-Viren verursacht, welche relativ harmlos sind. Meist handelt es sich dabei um Rhinoviren aus der Gruppe der Schnupfenviren oder Adenoviren. [2] Folgende Symptome sind bei einer Erkältung typisch:

  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Bronchitis)
  • Allgemeine Abgeschlagenheit [3]

Kinder haben häufig auch Fieber und schwitzen nachts verstärkt. Eine Erkältung tritt bei Kindern zwischen sechs bis zehn Mal pro Jahr auf und dauert durchschnittlich sieben Tage. Sie beginnt häufig mit einem Jucken, Brennen oder Kribbeln in der Nase, woraufhin wässriger Schnupfen einsetzt, verbunden mit verstärktem Niesreiz. Anschließend kommen die restlichen Symptome, inklusive Husten, hinzu. Bei 80 % der Erkrankungen tritt Schnupfen auf – das häufigste Krankheitszeichen eines grippalen Infekts. [4]

Mit dem Begriff Grippe hingegen meint der Mediziner ein ernsteres Krankheitsbild, hervorgerufen durch den gefährlichen Influenza-Virus.[4] Bei der Influenza gesellen sich zu den üblichen Erkältungs-Symptomen außerdem noch plötzlich auftretendes hohes Fieber bis zu 41°C und Kopf- und Gliederschmerzen hinzu. [5] Die Ansteckung mit Viren erfolgt über Tröpfchen, die in die Luft gehustet oder geniest werden oder über den direkten Körperkontakt.

Nicht zu verwechseln sind diese Symptome mit einer Allergie, also einer Überempfindlichkeit beispielsweise gegenüber Pflanzenpollen oder Tierhaaren, die eingeatmet werden. Auch hier kann es plötzlich zu Schnupfen und Husten kommen, allerdings kommt es zusätzlich zu einer Rötung der Augen und Jucken in Nase und Augen. [2]

Biologischer Zusammenhang

Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt, also sind sie auch anfälliger für Atemwegsinfektionen, welche mit Husten und Schnupfen einhergehen. Es gibt über 200 verschiedene Viren, die Erkältungen verursachen können. Kinder sind den meisten dieser Viren zum ersten Mal in ihrem Leben ausgesetzt. Ist ein Virus dem Immunsystem bisher unbekannt, ist es zunächst wehrlos und das Kind wird krank. Erst im Laufe der Erkrankung können Abwehrstoffe gegen diesen Erreger gebildet werden, welche dann einen lebenslänglichen Schutz bieten. [1][4]

Die Viren schädigen die Schleimhaut der Atemwege, indem sie diese als Wirtszellen nutzen, um sich selbst zu vermehren. Sind die Flimmerhärchen der Schleimhaut nicht intakt, wird der Schleim aus den Atemwegen schlechter abtransportiert und die Schleimhaut wird nicht gereinigt. Als Schutzreflex beginnt man zu husten und zu niesen, um den Schleim loszuwerden. Die Schleimhäute können sich dann auch entzünden, wodurch sie anschwellen und vermehrt Sekret produzieren. Eine Entzündung ist ein Zeichen für die Immunantwort unseres Körpers, da so alle Abwehrzellen angelockt werden, um den schädigenden Reiz zu bekämpfen. [4]

Zu beachten

Hustet das Kind länger als zwei Wochen, wird es heiser, bekommt Atembeschwerden oder klagt über Schmerzen sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Ebenso wenn sich der Schleim gelblich oder rötlich verfärbt oder starkes Fieber (über 39°C) hinzukommt. Ein Schnupfen sollte nicht länger als eine Woche andauern, es können sich allerdings auch Komplikationen entwickeln, wie zum Beispiel Entzündungen im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen. Ein trockener Reizhusten kann auch nach drei Wochen noch bestehen bleiben. Er kann als Komplikation eine Entzündung der Bronchien hervorrufen.Außerdem neigen Kleinkinder bei rasch ansteigendem Fieber zu Fieberkrämpfen, auch in einem solchen Fall ist ein Arztbesuch ratsam. [1][4]