Husten Bluthusten: Begleiterscheinungen

Blutgeschmack beim Husten

© PantherMedia / Lisa Young

Gelegentlich kann bei trockenem Reizhusten ein Blutgeschmack im Mund entstehen. Wie dies zustande kommen kann und in welchen Fällen ein Arztbesuch angeraten ist, wird in folgendem Text näher erläutert.

Medizinische Fakten

Häufig liegt die Ursache für Blutgeschmack beim Husten an kleineren Verletzungen der Schleimhaut. Auch Nasenbluten, welches in den Rachen läuft, kann zu dieser Geschmacksempfindung führen.

Blutiger Auswurf kann sowohl bei akuten Atemwegsinfektionen wie Bronchitis und Lungenentzündungen (Pneumonien) auftreten, als auch bei chronischen Erkrankungen wie der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung); bei letzterer ist das Abhusten von Schleim in den frühen Morgenstunden typisch. In seltenen Fällen kann auch eine offene Tuberkuloseinfektion zum Abhusten von Blutgerinnseln führen.[1]

Bemerkt man zusammen mit einem trockenen Reizhusten, vermehrt nach dem morgendlichen Aufstehen, einen bitteren, metallischen Geschmack, kann ein Gastrooesophagealer Reflux (Refluxoesophagitis, GERD) die Ursache sein. Dazu können Magenschmerzen, Luftaufstoßen oder das typische Brennen hinter dem Brustbein („Sodbrennen“) kommen. Blutiger Auswurf besteht hier in der Regel nicht.[2]

Biologischer Zusammenhang

Durch die Entzündungsreaktion, egal ob bei einem akuten Infekt oder einer chronischen Entzündung wie der COPD, schwellen die Blutgefäße in der Bronchialschleimhaut an und werden durchlässiger. Dies macht die Schleimhäute sensibler für Hustenreize und die Gefäße werden schneller verletzt, was zum Abhusten von Blut oder dem Geschmack von Blut im Mund führen kann.

Bei der Gastrooesophagealen Refluxkrankheit schließt der Muskeln am Übergang von Speiseröhre zu Magen nicht vollständig (Sphinkterinsuffizienz), sondern lässt immer wieder Magensäure in die Speiseröhre aufsteigen. Da die Schleimhaut der Speiseröhre diese Säure nicht gewohnt ist, können kleinere Verletzungen entstehen. Zusammen mit der Säure kann dann, insbesondere im nächtlichen Liegen, etwas Blut in die Mundhöhle fließen und somit den Geschmack am Morgen verändern und den Zahnschmelz schädigen.[3]

Zu beachten

Das Abhusten von Blut sollte, unabhängig ob es sich um frisches, hellrotes Blut oder Schleim mit Blutanteilen handelt, ärztlich abgeklärt werden.

Liegt der Verdacht einer Gastrooesophagealen Refluxkrankheit nahe, kann eine aufrechtere Schlafposition einen zu starken Rückfluss von Magensäure reduzieren.