Schnupfen: Therapie & OP

Inhalieren bei Schnupfen

© PantherMedia / Andriy Popov

Schnupfen (infektiöse Rhinitis) wird oftmals durch Viren ausgelöst. Diese verursachen eine Entzündung der Nasenschleimhaut.[1]

Ein bewährtes Hausmittel, das die Symptome des Schnupfens lindern kann, ist die Inhalation. Das Inhalieren kann dafür sorgen, dass die Nasenschleimhäute abschwellen und sich das Nasensekret löst.

Bei Schnupfen kann mit unterschiedlichen Substanzen inhaliert werden, die im Folgenden neben der Wirkungsweise, Anwendung und Dosierung und beachtenswerten Hinweisen, erläutert werden.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Unter einer Inhalation wird die Einatmung von Aerosolen oder Gasenverstanden.[3] Oftmals wird hierbei über einer Schüssel mit heißem Wasser, in welches Zusätze gegeben werden, inhaliert.

Bei dieser Vorgehensweise gelangen Wassertropfen, die nur als Dampf sichtbar sind, zu den Schleimhäuten.[4] Dort können, dann die zugegebenen Substanzen ihre antimikrobielle Wirkung entfalten.[5] Die eingeatmeten Partikeln werden je nach Löslichkeitseigenschaft und Größe resorbiert und gelangen somit in den Blutkreislauf. Über den Blutkreislauf werden sie im ganzen Körper verteilt und können ihre heilende Wirkung entfalten. Außerdem kann eine Inhalation dieDurchblutung anregen, die für einen besseren Stoffaustausch sorgen kann.[6]

Anwendung und Dosierung

Wird eine Inhalation bei Schnupfen angewendet, sollte beim Inhalieren durch die Nase geatmet werden. Die Temperatur des Wassers sollte zwischen 42-47 °C betragen.

Ätherische Öle wie z.B.

  • Latschenkieferöl
  • Eukalyptusöl
  • Pfefferminzöl

eignen sich zum Inhalieren. Es kann aber auch mit Kamille oder Salbei, die in Form von Teebeuteln zugegeben werden, inhaliert werden. Aber auch die Inhalation mit einer isotonischen Kochsalzlösung (Lösung, die das gleiche Salz-Wasser-Verhältnis wie das Blutplasma besitzt) ist möglich.[7]

In der akuten Phase des Schnupfens empfiehlt es sich, dreimal täglich für 10-15 min zu inhalieren, um den Krankheitsverlauf möglichst positiv zu beeinflussen. Außerdem können, neben der herkömmlichen Methode, auch Dampfinhalatoren eingesetzt werden. Hier ist allerdings ein Arzt zu konsultieren, da nicht jeder Dampfinhalator den gewünschten Effekt erzielen kann.

Zu beachten

Beim Inhalieren sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu Verbrühungen kommt. Bei Kleinkindern werden ätherische Öle nicht verwendet, da diese zu einer Reizung der Schleimhäute führen können.[8]

In der Regel sollte ein Schnupfen nicht länger als 5-7 Tage andauern. Ist dieser Zeitrahmen überschritten, sollte ein Arzt konsultiert werden, da sich aus einem Schnupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine Entzündung der Bronchien (Bronchitis) entwickeln kann.[9]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen