Schnupfen: Therapie & OP

Rotlicht (Infrarot) Schnupfen

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Zur Behandlung von Schnupfen (Rhinitis) kann Rotlicht eingesetzt werden. Dieses führt zu einer lokalen Durchwärmung, was wiederum eine gesteigerte Durchblutung nach sich zieht. Besonders bei einer Beteiligung der Nasennebenhöhlen kann Schnupfen mit Rotlicht therapiert werden.

Was Infrarot bedeutet, wie es angewendet werden sollte, wie eine Infrarotlampe wirkt und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Infrarotlicht ist Licht mit einer Wellenlänge, die direkt neben der Wellenlänge des sichtbaren Lichts liegt. Infrarotlicht ist in erster Linie Wärmestrahlung. Das bedeutet, dass es bei einem Auftreffen auf die Haut diese und das Gewebe unterhalb der Haut erwärmt. Diese Wirkung ist lokal begrenzt.

Eine Erwärmung des Gewebes bewirkt eine Dilatation (Erweiterung) von Blutgefäßen. Dadurch wird das Gewebe besser durchblutet, was wiederum die Funktion des Immunsystems fördert.

Bei Schnupfen ist die Wirkung des Infrarotlichts auf zwei Wegen zu beurteilen: Einerseits kann durch eine verstärkte Durchblutung das Immunsystem schneller aktiviert werden, weil Botenstoffe in kürzerer Zeit transportiert werden können. Außerdem können Zellen des Immunsystems zur Abwehr von Krankheitserregern zügig an ihren Wirkort transportiert werden. Andererseits löst Infrarotlicht auch Schleim und verflüssigt ihn. Die Nase wird so freier und der Schnupfen klingt schneller wieder ab.

Anwendung & Dosierung

Für die Anwendung von Infrarotlicht gibt es genaue Vorgaben. Um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten diese unbedingt eingehalten werden. Eine Infrarotlichtbehandlung sollte nie länger als zehn bis zwanzig Minuten dauern. Dabei ist die Lampe mit einem Abstand von etwa 30 Zentimetern Entfernung von der Haut aufzustellen. Bei Kindern und älteren Menschen ist oft ein noch größerer Abstand sinnvoll.

Zu beachten

Wichtig ist es, die genaue Dauer und die Abstände bei einer Behandlung zu beachten. Werden diese nicht eingehalten, kann es zu Verbrennungen auf der Haut kommen. Kinder und ältere Menschen sind dafür besonders anfällig. Deshalb gilt für Kinder auch die Empfehlung einer nur 10-minütigen Behandlung.

In einigen Fällen sollte keine Behandlung mit Rotlicht erfolgen. Insbesondere zählen dazu folgende Situationen:

  • Bei akuten Entzündungen
  • Bei Fieber (Pyrexie)
  • Bei Blutgerinnseln[2]

In der Regel zeigt sich bei Schnupfen innerhalb von drei bis fünf Tagen eine Besserung. Bessert sich der Schnupfen durch die Behandlung gar nicht, sollte spätestens nach 14 Tagen ein Arzt aufgesucht werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen