Schnupfen Mit Husten: Im Alltag

Husten + Schnupfen (beim Zahnen)

© PantherMedia / Mitar gavric

Husten und Schnupfen treten oft zeitgleich zum Zahnen bei Kleinkindern auf. Sie werden aber nicht dadurch ausgelöst. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten und biologischen Zusammenhänge dazu näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Kleinkinder leiden im ersten Lebensjahr häufig unter Infekten mit Husten und Schnupfen. Oftmals wird das mit dem Durchbruch der ersten Zähne in Zusammenhang gebracht. Wissenschaftler der Cleveland Clinic in Florida konnten einen solchen Zusammenhang in einer Studie allerdings nicht feststellen. In ihrer Untersuchung kam es bei zahnenden Kleinkindern zwar zu Speichelfluss, außerdem waren sie unruhig, hatten eine leicht erhöhte Temperatur und wegen der Schmerzen im Mund weniger Appetit auf feste Nahrung. Die Symptome eines Infekts wie Husten, Durchfall, Erbrechen oder Fieber über 38,9 °C kamen allerdings bei den zahnenden Kindern nicht häufiger vor. [1]

Biologischer Zusammenhang

Vor der Geburt überträgt der Körper der Mutter über die Nabelschnur Abwehrstoffe (Antikörper) auf das ungeborenen Baby. Dies wird als sogenannte Leihimmunität bezeichnet. Sie schützt den Säugling noch Monate nach der Geburt vor Infektionen, da sie Krankheitserreger wie Viren und Bakterien erkennt und bekämpft. Weitere Stoffe, die die Immunabwehr des Neugeborenen stärken, erhält es beim Stillen über die Muttermilch. Ab dem sechsten bis siebten Monat sind viele Babys abgestillt und auch der Immunschutz, den sie vor der Geburt durch die Mutter erworben haben, lässt nun nach. So werden sie anfälliger für Infektionen. Etwa zeitgleich kommt es zum Durchbruch der ersten Zähne, die daher oft als Ursache für die Infekte vermutet werden. [2]

Zu beachten

Babys und Kleinkinder sollten bei Infekten dem Kinderarzt vorgeführt werden, da diese nicht durch das Zahnen erklärt werden können.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen