Schnupfen Mit Husten: Im Alltag

Husten u. Schnupfen (im Sommer)

© PantherMedia / mandy godbehear

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) gehören zu den häufigsten Beschwerden in der deutschen Bevölkerung. Obwohl die Grippe- und Erkältungssaison im Winter ist, können Husten und Schnupfen auch im Sommer auftreten. Hier bestehen zudem zusätzliche Risiken, sich zu infizieren.

Wie Husten und Schnupfen verursacht werden, was dabei im Körper passiert und welche Risiken insbesondere im Sommer zu beachten sind, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) können im Rahmen einer Sommergrippe auch an warmen Tagen entstehen. Die Sommergrippe führt zu den gleichen Symptomen wie eine Grippe, verläuft in der Regel aber deutlich milder und wird durch andere Viren hervorgerufen:

  • Sommergrippe: Coxsackie-, Entero- und Echoviren
  • Grippe: Influenza-Viren
  • Erkältung: Rhino-, Adeno- und Coronaviren[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Die Symptome einer Grippe sind auf zwei Mechanismen zurückzuführen. Die Viren, die in den Körper eindringen, nutzen die körpereigenen Zellen der Schleimhäute zu ihrer Vermehrung. In der Folge werden Zellen zerstört und es entstehen lokale Entzündungen. Durch die Aktivierung des Immunsystems wird die Durchblutung angeregt, der Hals und die Nase schwellen zu.

Das vermehrte Nasensekret besteht aus abgetöteten Krankheitserregern sowie verbrauchten Immunzellen und dient dem Abtransport dieser Substanzen aus dem Körper.

Der Husten ist ein natürlicher Schutzreflex des Körpers. Durch ihn sollen Fremdkörper und Reizstoffe aus dem Hals- und Rachenbereich entfernt werden.[2]

Zu beachten

Im Sommer ist häufig die Ansteckungsrate an einer Erkältung oder Grippe höher als im Winter. Das liegt vor allem daran, dass im Sommer weniger auf die Ansteckungsgefahr der Grippe geachtet wird. Die Übertragung der Sommergrippe erfolgt über Schmier- und Tröpfcheninfektion sowie auch durch direkten Kontakt (wie etwa beim Händeschütteln oder Umarmen). Den Organismus machen im Sommer außerdem Zugluft, klimatisierte Räume sowie lange Sonnenbäder angreifbar gegenüber Krankheitserregern.

Häufig ist es so, dass der Körper nach dem Schwimmen (insbesondere, wenn nasse Sachen anbehalten werden) oder in den frühen Abendstunden auskühlt. Das macht ihn anfälliger für Infektionen. Auch im Sommer sollte daher darauf geachtet werden, den Körper möglichst gleichmäßig warm zu halten.

Menschen, die sowieso häufig unter Infekten leiden, Kinder und ältere Menschen sind anfälliger für Husten und Schnupfen im Sommer als andere Menschen. In der Regel sind Husten und Schnupfen im Sommer aber nicht gefährlich und heilen von alleine wieder ab. Husten, der über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen anhält, sollte allerdings immer ärztlich untersucht werden. Hier besteht die Gefahr, dass ihm eine andere Ursache als eine Infektionskrankheit zugrunde liegt.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen