Schnupfen Verstopfte Nase: Im Alltag

Nase verstopft (beim Schlafen)

© PantherMedia / Tom Baker

Im Rahmen einer Erkältung kann es zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut, einer sogenannten „Rhinitis“, kommen. Dabei führen erweiterte Blutgefäße zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut und zu einer vermehrten Drüsensekretion. Die dadurch erschwerte Atmung wird als „verstopfte Nase“ wahrgenommen.[1]

Ursachen

Einer verstopften Nase können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Häufig handelt es sich um eine durch Adeno- oder Influenzaviren ausgelöste akute Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis acuta), die umgangssprachlich als typische „Erkältung“ bezeichnet wird. Die Viren werden über Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen. Eine Unterkühlung kann durch eine verminderte Aktivität der reinigenden Nasenhärchen zu einer Erkrankung beitragen.[2]

Im Liegen, z. B. nachts beim Schlafen im Bett, herrscht, im Vergleich zum Stehen oder Sitzen, ein durch die Umverteilung des Wassers bedingter höherer Gewebedruck im Hals- und Nasenbereich. Dadurch kommt es zu einem vermehrten Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen in die umliegende Nasenschleimhaut – die Nase ist dann vor allem nachts „verstopft“.

Neben einer Infektion sollten aber, gerade bei länger andauernder oder wiederholt auftretender Symptomatik, auch andere Ursachen in Betracht gezogen werden. In Verbindung mit juckenden Augen und laufender Nase kann eine Schleimhautschwellung auch allergiebedingt sein (Rhinitis allergica). Dabei führen Antikörper, die gegen die entsprechenden allergieauslösenden Substanzen (Allergene) gerichtet sind, zu einer vermehrten Freisetzung entzündungsfördernder Stoffe.[3] Immer wiederkehrende Infektionen, wie sie beispielsweise durch berufsbedingte Luftverschmutzungen oder Feinstaubbelastungen zustande kommen, können zu einer chronischen Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis chronica simplex) führen. Eine weitere Ursache können die anatomischen Gegebenheiten der Nasenmuschel und der Nasenscheidewand sein, die zu einem Sekretstau führen.[2]

Behandlung

Nachts kann es bereits helfen, den Oberkörper erhöht zu lagern und damit den Druck auf die Gefäße der Nasenschleimhaut zu reduzieren. Abschwellende Nasensprays haben einen vasokonstriktorischen Effekt: Sie führen zu einer Engstellung der Gefäße der Nasenschleimhaut. Diese schwillt ab und angestautes Sekret kann abfließen. Salzhaltige Meerwassersprays oder Nasenspülungen mit Kochsalzlösung wirken befeuchtend und entzündungshemmend. Dabei helfen sie zwar langsamer, dafür aber schonender als die erstgenannten Nasensprays.[4] Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, das gebildete Sekret zu verdünnen und somit besser ablaufen zu lassen.[2]

Zu beachten

Abschwellende Nasentropfen können kurzzeitig die Beschwerden lindern. Sie sollten allerdings maximal 7–10 Tage verwendet werden. Die in den Nasentropfen enthaltenen gefäßverengenden Wirkstoffe, wie z. B. Oxymetazolin oder Tramazolin, führen bei längerer Verwendung zu einer reflektorischen Gegenregulation durch die Gefäße und damit zu einer erneuten Schleimhautschwellung. Dieser als „Privinismus“ bezeichnete Prozess kann zu einer verminderten Wirksamkeit der Nasensprays und zu einer Abhängigkeit führen.[5] Bessert sich die Symptomatik auch nach mehreren Tagen nicht, sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen