Halsschmerzen: Anwendungen

Halswickel bei Halsschmerzen

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Fast jeder Erwachsene leidet mindestens einmal im Jahr unter Halsschmerzen. Das Symptom kann in verschiedenen Formen (kratzend, dumpf, stechend) auftreten und sehr unangenehm sein. Gegen Halsschmerzen wirken Halswickel auf eine schonende Art und Weise.

Warum Wickel bei Halsschmerzen helfen, was dabei beachtet werden muss und wann auf die Behandlung durch Hausmittel verzichtet werden sollte, wird im Folgenden erklärt.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Halsschmerzen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern treten als Symptom bei vielen Krankheitsbildern in Erscheinung. Je nach Ursache der Halsschmerzen gibt es unterschiedliche Methoden der Behandlung. Einige Hausmittel helfen jedoch in fast jedem Fall von Halsschmerzen, unabhängig von ihrer Ursache. Dazu gehören Halswickel. Es gibt verschiedene Formen von Halswickeln:

  • Kamillenwickel
  • Quarkwickel
  • Kartoffelwickel

Die Wirkung der Halswickel beruht auf ihren Inhaltsstoffen. Kamille wirkt antibakteriell und abschwellend. Auch Quark hat aufgrund der enthaltenden Milchsäurebakterien eine antibakterielle und abschwellende Wirkung. Die Kartoffel hat vor allem die Eigenschaft, dass sie Wärme sehr lange zu speichern vermag. Kartoffelwickel unterstützen so die körpereigene Wärmeproduktion.

Alle drei Wickelarten steigern außerdem die Durchblutung. Dadurch, dass die Schleimhäute des Halses besser durchblutet werden, können Zellen des Immunsystems schneller an den Ort der Entzündung gebracht werden. Ebenso können aber auch abgetötete Krankheitserreger schneller abtransportiert werden.Insgesamt beschleunigen Halswickel also die Bekämpfung der Infektion und reduzieren die Beschwerden.[1]

Anwendung und Dosierung

Ein Halswickel wird ganz einfach zubereitet: Dazu wird in ein großes Leintuch (Länge etwa drei Mal so lang wie der Umfang des Halses) die gewünschte Substanz gegeben. Quark sollte frisch sein und aus dem Kühlschrank genommen werden. Kamille kann in Form von Blüten oder in Form von Öl verwendet werden. Die Blüten müssen vorher mit etwas Wasser aufgegossen werden und quellen, bis sie eine klumpige Masse ergeben. Öl kann etwas erwärmt und dann einfach auf den Halswickel gegeben werden. Kartoffeln sollten der Betroffene vorher kochen und zerstampfen. Die gewünschte Substanz wird dann auf das Tuch gegeben. Dieses wird fest zusammengerollt und um den Hals geschlungen. [2] Ein Schal, der darüber gebunden wird, stabilisiert den Wickel.Dieser sollte etwa eine halbe Stunde getragen und danach gewechselt werden. Wie oft ein neuer Wickel am Tag gemacht wird, ist jedem Einzelnen selbst überlassen.[3]

Zu beachten

Zu beachten ist, dass Halswickel bei Personen, die allergisch auf eine der genannten Substanzen sind, nicht angewendet werden dürfen. Dann sollte auf andere Hausmittel umgestiegen werden. Außerdem sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Beschwerden stärker werden. Bei schweren bakteriellen Erkrankungen oder wenn die Halsschmerzen durch Erkrankungen wie beispielsweise Tumore ausgelöst wurden, reicht eine Behandlung mit Halswickeln nicht aus. [4]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen