Halsschmerzen: Anwendungen

Salzwasser gegen Halsschmerzen

© PantherMedia / Alena Dvorakova

Oft sind Halsschmerzen ein quälendes Symptom bei Erkältungen oder einer Grippe. Ein Lösung aus Wasser und Kochsalz gilt schon jeher als effektives Hausmittel, um das Symptom gewinnbringend zu bekämpfen. Gerade das Gurgeln mit Salzwasser stellt eine beliebte Alternative zu einer medikamentösen Behandlung dar.

Im Folgenden soll nun erörtert werden, wie genau Salzwasser gegen Halsschmerzen wirkt, wie und in welchen Dosen es angewendet werden soll und was dabei zu beachten ist.

Wirkungsweise

Salz bindet Wasser. Dieser Effekt ist nicht nur im Winter auf der Straße nützlich, sondern auch bei innerlicher Anwendung im Nasen-Rachen-Halsbereich (Nasopharynx, Pharnyx).

Zäher Schleim während einer Erkältung bietet ideale Bedingungen für die Vermehrung von Krankheitskeimen, insbesondere von Bakterien. Das Salz sorgt dafür, dass der Schleim mehr Wasser binden kann und dadurch flüssiger wird. Er kann leichter abfließen, die Atemwege werden dadurch spürbar erweitert und der Vermehrung der Keime wird Einhalt geboten. Des Weiteren wirkt die Kochsalzlösung auch beruhigend auf die gereizten Schleimhäute. [1]

Wird der Dampf des Salz-Wasser-Gemisches eingeatmet, gelangt er direkt an die Schleimhäute von Nasen und Rachenraum, befeuchtet diese, fördert die Durchblutung und wirkt schleimlösend. [2]

Anwendung und Dosierung

Bei ersten Halsbeschwerden ist dem Betroffenen zu empfehlen, mit Salzwasser zu gurgeln. Dazu müssen 9g Kochsalz in etwa einem Liter lauwarmen Wasser aufgelöst und fünf- bis sechsmal am Tag damit gegurgelt werden. Es ist wichtig, dass die Gurgellösung nicht zu heiß ist, um Verbrühungen zu vermeiden.

Gerade wenn zu den Halsschmerzen noch Husten (Tussis) oder Heiserkeit (Dysphonie) hinzutreten, sollte die Inhalation mit Salzwasser dem Gurgeln vorgezogen werden, um Entzündungsherde zu erreichen, die tiefer liegen. Das Gemisch kann aus zwei Teelöffeln Salz und einem Liter kochendem Wasser hergestellt werden. Mit einem Handtuch über dem Kopf, damit der Dampf nicht so schnell entweicht, muss der Betroffene über der Schüssel den Dampf der Lösung tief und ruhig ein- und ausatmen. [3]

Zu beachten

Insbesondere bei der Inhalation ist zu beachten, dass diese für Asthmatiker weniger gut geeignet ist, da dadurch ein Anfall ausgelöst werden kann. Weiterhin muss der Betroffene auch die Temperatur im Blick behalten: Um Verbrennungen zu vermeiden, darf das Salzwasser während der Inhalation nicht mehr kochen. Wichtig ist zudem, dass keine luftdichten Materialien zur Abdeckung verwendet werden, da ansonsten Erstickungsgefahr besteht.

Tritt als Symptom zusätzlich Fieber (Pyrexie) hinzu, das länger anhält, sollte ein Arzt aufgesucht werden.[4] Generell sollte, wenn die Halsschmerzen innerhalb von 3 Tagen nicht nachlassen, ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen