Halsschmerzen Mit Husten: Begleiterscheinungen

Husten, Schnupfen & Halsschmerzen

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Grippale Infekte bzw. Erkältungen gehören in den kalten Jahreszeiten zu den Hauptgründen für den Besuch in der Allgemeinarztpraxis. Die Ursache ist meist eine virale Infektion der oberen Atemwege. Dieser Artikel orientiert sich an den drei Leitsymptomen einer Erkältung und ordnet diese in ihren medizinischen und biologischen Zusammenhang ein.

Medizinische Fakten

Ein grippaler Infekt kann durch eine Vielzahl von Viren verursacht werden. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Bei einem grippalen Infekt beträgt die Inkubationszeit 3-8 Tage. Die Erkältungssymptomatik hält anschließend für etwa 7 Tage an. Die klassischen Symptome sind neben einem gesteigerten Sekretfluss aus der Nase und der durch die Schleimhautschwellung bedingten behinderten Nasenatmung, Halsschmerzen und Husten. Der Husten ist dabei zu Beginn meist trocken und geht nach etwa 3 Tagen in einen produktiven Husten mit Auswurf über. Dieser Auswurf stellt sich meist als klares Sekret dar. Eine 1-3 Tage anhaltende Fieberperiode kann sich zusätzlich einstellen. Die Therapie erfolgt symptomatisch.

Biologischer Zusammenhang

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen lassen sich darauf zurückführen, dass Viren die Zellen der Schleimhäute des Atemtraktes infizieren. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion.[1] Im Rahmen dieses Prozesses bilden Abwehrzellen werden Botenstoffe (Prostaglandine), welche die Schmerzrezeptoren des Rachens stimulieren und dadurch Halsschmerzen verursachen.2] Hinzu kommt eine zu Beginn unzureichende Produktion von Sekret durch die entzündeten Schleimhäute, wodurch ein mitunter als juckend empfundenes Gefühl von Trockenheit im Hals hervorgerufen wird. Eine weitere Folge des gestörten Milieus auf und in den entzündeten Schleimhäuten ist eine gesteigerte Sensibilität der so genannten Hustenrezeptoren, die sich an den Oberflächen des Atemtraktes befinden. Diese Rezeptoren reagieren auf Dehnung, mechanische Reizung und Noxen und lösen in meist kurzen zeitlichen Abständen einen Hustenreflex aus.3] Beim Husten handelt es sich also um einen Schutzreflex, welcher der Selbstreinigung der Schleimhäute des Atemtraktes dient. Durch den kräftigen Atemstoß beim Husten – besonders in der produktiven Phase einer Erkältung – sollen Schleim und abgestorbenen Zellen sowie Staub und andere winzige Fremdkörper entfernt werden.

Zu beachten

Aufgrund der leichten Ansteckungsgefahr sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden. Ein über drei Wochen anhaltender Husten ist von einem Lungenfacharzt abzuklären. Blutiger Auswurf (Hämoptysen) ist im Verlauf einer Erkältung möglich und kann auf eine Infektion der Bronchien (Bronchitis) zurückzuführen sein, muss aber grundsätzlich ärztlich untersucht werden, um ernste Erkrankungen auszuschließen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen