Husten: Tee

Thymiantee gegen Husten

© PantherMedia / Liane Matrisch

Die heilsame Wirkung von natürlichen Kräutern ist den Menschen seit Jahrtausenden bekannt. Die Naturheilkunde kennt Thymiantee schon lange als Helfer, der Husten (Tussis) wirkungsvoll zu lindern vermag. Im folgenden Artikel wird die Wirkungsweise und die Anwendungsempfehlung von Thymiantee zur Hustentherapie erläutert.

biologischer Zusammenhang

Thymian war als Heilpflanze schon den alten Ägyptern bekannt. Mittlerweile ist die heilsame Wirkung des Thymians sogar pharmakologisch nachgewiesen. Die im Thymian enthaltenen ätherischen Öle hemmen Entzündungen im Körper, entspannen verkrampfte Atemwege und beruhigen die Schleimhäute. [1]

Genauer gesagt sind die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol die wichtigsten Inhaltsstoffe im Kampf gegen Viren und Bakterien. Sie kommen im Thymiankraut in einer Konzentration von bis zu 2,5 % vor und wirken keimabtötend. [2]

Thymiantee wirkt bei Husten auf vielerlei Weise. Zum einen besitzt er eine antibakterielle und antivirale Wirkung — somit bekämpft er die hauptsächliche Ursache des unangenehmen Hustens. Zum anderen entspannt der Thymiantee die Bronchialmuskulatur, die bei Husten stark beansprucht wird. So fördert er kontrolliertes Abhusten und löst den Hustenschleim. [3]

Anwendung und Dosierung

Thymian ist als Tee oder Fertigpräparat erhältlich. Ob Kapseln, Hustensäfte, Tabletten, Badezusätze oder pur, Thymian wird in vielfältigen Variationen angeboten. Wer sich lieber selbst einen frisch aufgebrühten Tee zubereiten möchte, anstatt vorgefertigte Produkte zu kaufen, zieht daraus keinerlei Nachteil.

Zur Herstellung eines frischen Tymiantees wird ein Teelöffel Thymiankrauteinfach mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Die Dosis ist dabei variabel, 2-3 Tassen pro Tag sind für einen Erwachsenen zu empfehlen.

Zu beachten

Thymiantee hat einen angenehmen Geschmack bei gleichzeitig guter Wirksamkeit. Durch die Möglichkeit, ihn gering zu dosieren, kann er auch zur Behandlung von Hustenerkrankungen bei Kindern und Säuglingen eingesetzt werden. Thymian sollte eine in Betracht zu ziehende Alternative zu schulmedizinischen Mitteln für jede Mutter sein, denn neueste Erkenntnisse zeigen, dass 80 % aller Medikamente, die Kindern verabreicht werden, hinsichtlich Dosierung, Wirksamkeit und Nebenwirkungen nicht ausreichend untersucht sind. [4] 

Die positive Wirkung des Thymians ist dagegen wissenschaftlich einwandfrei bewiesen. Bei andauernden Symptomen und keiner Besserung der Hustenerkrankung sollte allerdings nach spätestens 5 Tagen ein Arzt aufgesucht werden.