Husten Trockener Husten: Begleiterscheinungen

Trockener Husten u. Fieber

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Trockener Husten (Tussis) und Fieber (Pyrexie) sind Symptome, die auf eine Erkältung, einen grippalen Infekt oder auch eine „echte“ Grippe (sog. Influenza) hinweisen können und daher häufig gemeinsam auftreten.

Im Folgenden sollen medizinischen Fakten, der biologische Zusammenhang und die Risiken dieser Beschwerden ausführlicher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Trockener Husten entwickelt sich zumeist in der Anfangsphase einer Erkältung oder eines grippalen Infekts und äußert sich als harter, bellender Reizhusten ohne Auswurf von Bronchialsekret. Beginnt nach wenigen Tagen die Absonderung zähflüssigen Sekrets aus den Zellen der oberen Atemwege, wird nunmehr von produktivem Husten gesprochen. Das Sekret wird verschluckt oder abgehustet. Trockener Husten kann auch im Rahmen von Allergien, asthmatischen Erkrankungen oder als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. Das Husten ist ein Schutzmechanismus des Immunsystems, um die Lunge von Fremdkörpern zu reinigen.

Als Fieber wird eine erhöhte Körpertemperatur ab 38° C bezeichnet. Im Gegensatz zum trockenen Husten gehört Fieber seltener zur Symptomkonstellation einer Erkältung, sondern ist charakteristisch für eine „echte“ Grippe (Influenza). Da die Immunzellen des Körpers bei Temperaturen zwischen 38 und 41° C am effektivsten arbeiten, hilft der Temperaturanstieg dem Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern[1]. Körpertemperaturen zwischen 37 und 38° C werden als subfebrile Temperaturen bezeichnet. Fieber kann nicht nur Ausdruck einer Infektionskrankheit sein, sondern außerdem auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen hindeuten.[2]

Biologischer Zusammenhang

[2] [1] Trockener Husten im Rahmen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts wird zumeist durch den Befall der oberen Atemwegsschleimhaut mit Viren ausgelöst. Zu seinen häufigsten viralen Verursachern gehören das Adenovirus, das Coxsackievirus und das Parainfluenzavirus. Im Verlauf einer Erkältung kann es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommen, was als Superinfektion bezeichnet wird. In diesem Fall verändert sich der Farbton des Auswurfs von klar-gelblich zu grünlich. Mittels der hohen Beschleunigung der Atemluft beim Husten versucht sich der Körper von Erregern in den Atemwegen zu befreien. Mit Hilfe der später einsetzenden Sekretproduktion können die Erreger noch effizienter ausgeschieden werden.

Die Fiberinduktion ist ein überlebenswichtiger Mechanismus des menschlichen Körpers. Verantwortlich für den Temperaturanstieg während einer Erkrankung sind körpereigene Botenstoffe oder Bestandteile des krankheitsverursachenden Erregers (sog. Pyrogene). Sie lösen im Körper eine Signalkaskade aus, die im Gehirn zu einer Veränderung der Temperaturregulation führt.[3] 

Zu beachten

Obwohl trockener Husten zumeist eine harmlose Begleiterscheinung von Erkältungskrankheiten darstellt, sollten Dauer und Veränderung der Symptomatik beobachtet werden, um ernstere Ursachen oder eine Verschlimmerung der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.

[2] Körpertemperaturen über 41° C gelten als gefährlich für die Gesundheit und sollten daher Anlass zu einem Arztbesuch geben. Erhöhte Körpertemperaturen können besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen zu Dehydration durch Flüssigkeitsmangel führen. Bei Kleinkindern begünstigt Fieber zudem das Auftreten von Fieberkrämpfen.